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Kreistagswahlen
CDU will stärkste Fraktion bleiben

Südwestpfalz. Delegierte wählen Kandidaten für die Kreistags-Liste zur Kommunalwahl im Mai. Von David Betz

Diszipliniert, geschlossen und voller Vorfreude auf die Kommunalwahlen im Mai nächsten Jahres haben die über 100 Delegierten der Kreis-CDU am Samstag in Waldfischbach-Burgalben im Bürgerhaus Schuhfabrik ihre Kandidatenliste für den Kreistag erstellt. Der Fraktionsvorsitzende der Union im Landtag, Christian Baldauf, stimmte seine Partei dabei auf den Wahlkampf ein.

Der Kreisvorsitzende Christof Reichert sieht seine Union im Kreis „gut aufgestellt“. Man habe im Kreistag mit Abstand die größte Fraktion und das soll laut Reichert auch so bleiben. „Wir haben Akzente gesetzt, haben den Landkreis hervorragend entwickelt und Susanne Ganster hat auch gezeigt, dass sie genau die Richtige für den Job als Landrätin ist“, sagte Reichert. „Wenn wir uns das Wahlprogramm von 2014 ansehen, dann kann man feststellen: Wir haben nicht nur versprochen, wir haben geliefert.“ Reichert zählte nur ein paar Punkte auf, etwa den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 10, die Sanierung der Bahnhaltepunkte, flächendeckender DSL-Ausbau oder die Reaktivierung der S-Bahn-Strecke Homburg-Zweibrücken, „wo wir auf einem sehr guten Weg sind“.

Weiterhin habe sich der Landkreis wirtschaftlich gut entwickelt, die Wirtschaft boome. Die Arbeitslosigkeit sei niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zudem habe der Kreis 50 Millionen in die Schulen investiert und an allen IGS-Standorten gebe es jetzt eine Oberstufe. Reicherts Zusammenfassung zu allen diesen positiven Entwicklungen: „Auf die CDU ist Verlass.“



Landrätin Susanne Ganster warb in ihrem Grußwort für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Landkreis und den beiden Städten Zweibrücken und Pirmasens. „Wir kommen bei manchen Themen besser voran, wenn wir uns als Region begreifen“, sagte Ganster. Als Beispiele nannte sie die ärztliche Versorgung oder auch einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan. Da müsse man einfach zusammenarbeiten, wenn alle ein optimales Ergebnis erreichen wollten.

Christian Baldauf als Bezirksvorsitzender der CDU-Pfalz stimmte seine Parteifreunde ebenfalls auf die kommenden Wahlen ein. Es sei nicht einfacher geworden, sich zu engagieren. „Die Ansprüche gegenüber der Politik sind extrem gestiegen. Jeder will alles, aber auch nur für sich. Deshalb an alle die antreten, ehrenamtlich: großes Kompliment.“ Er rief aber auch zur Geschlossenheit auf. „Seid stolz auf diesen Verein, der in den letzten Jahren viel erreicht hat.“ Es gehe darum, die Kommunalwahl erfolgreich zu gestalten, um dann bei der kommenden Landtagswahl, „endlich nach so vielen Jahren“, wieder in die Regierung zu kommen.

Baldauf sprach auch einige Sachthemen an. Es sei erfreulich, dass man sich entlang der B 10 – „und das war auch schon anders“–- einig sei und einen vierspurigen Ausbau einfordere. Der sei auch auf Druck der CDU in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden und werde nun schrittweise umgesetzt. „Aber so lange die Tunnel nicht vierspurig ausgebaut werden, bleibt es bei dem Nadelöhr“, sagte Baldauf. Deshalb müsse man immer wieder den Tunnelausbau fordern. „Das wird nicht innerhalb von fünf Jahren klappen, aber wir müssen das Thema immer wieder ansprechen, damit sich da was bewegt.“

Auch forderte Baldauf eine modernere mobile Funktechnik für Smartphones. Er habe in Skandinavien Netzkapazitäten von 6 G live erlebt, während man in Deutschland noch um 5 G streite. „Der DSL-Ausbau soll flächendeckend kommen und das ist auch gut. Aber bis es soweit ist, lasst uns doch gerade für den ländlichen Raum die Funktechnik als Zwischenlösung nutzen, bis das Glasfasernetz steht. Da hat ja Ruanda ein besseres Handynetz als Rheinland-Pfalz“, sagte Baldauf.

Danach wurde über jeden einzelnen der 46 Wahlvorschläge (42 Listenplätze und vier Nachrücker) abgestimmt. Das dauerte zwar seine Zeit, verlief aber sehr diszipliniert. Am Ende stellte Reichert, auf der Liste auf Platz 1, sein Team vor. „Ich freue mich auf den Wahlkampf mit Euch allen. Wir sind gut aufgestellt und werden das auch zeigen“, machte Reichert deutlich.