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Umfrage in Schwimmbädern
Burkinis im Freibad sind kein Problem

In den Freibädern der Region hat man mit dem Tragen von Burkinis keine Probleme.
In den Freibädern der Region hat man mit dem Tragen von Burkinis keine Probleme. FOTO: dpa / Rolf Haid
Südwestpfalz. Die Schwimmbäder in der Region gehen unaufgeregt mit dem Thema um. Von David Oliver Betz

In den Freibädern der Region sind Burkinis bisher kaum gesichtet worden. Die Badebekleidung für Frauen muslimischen Glaubens sorgt entsprechend für keinerlei Probleme. Das liegt auch daran, dass beide Seiten sehr entspannt damit umgehen.

Grundsätzlich ist es so, dass man mit Textilien aus Baumwolle oder ähnlichen Stoffen nicht ins Schwimmbecken darf. Das ist klar in den jeweiligen Hausordnungen der Bäder festgelegt. Das gilt für muslimisch geprägte Gewänder ebenso wie beispielsweise für T-Shirts. Der Burkini, ein Badeanzug, der mehr Haut verdeckt und meist auch eine Kopfverschleierung beinhaltet, ist in der Regel von den Herstellern aber aus handelsüblichen Badetextilien hergestellt.

Horst Pirmann ist Schwimmmeister im Contwiger Freibad. Er sagt: „Manchmal kommt das vor, dass jemand im Burkini kommt, gerade bei französischen Muslimen ist das ab und an der Fall. Aber das ist ganz selten und überhaupt kein Problem. Wir haben auch Frauen muslimischen Glaubens, die kombinieren so eine Art Badeshorts mit Badeanzugoberteil. Das ist natürlich auch gar kein Problem. Ärger gab es da bisher in keiner Weise, warum auch?“



Ähnlich beurteilt Alexander Meyer, Werkleiter der Verbandsgemeinde Hauenstein, die Lage. Er ist der Leiter des Wasgaufreibades. „Das ist bei uns bisher gar kein Thema, weil niemand da war im Burkini, soweit ich weiß. Aber solange der Burkini aus einem geeigneten Stoff ist, ist das auch kein Problem. Aber wir haben ja auch viele Jugendliche, die mit langen Shorts ins Freibad kommen, die auch nicht immer aus dem passenden Material sind. Da würde man sich bestimmt arrangieren.“

Auch der Zweibrücker Stadtsprecher Heinz Braun sagt, Burkinis seien für das Freibad der Rosenstadt kein Thema. Diese seien weder verboten, noch seien ihm Fälle bekannt, dass diese getragen worden seien.

Thomas Wafzig ist Bademeister im Freibad Biebermühle. „Im Burkini war noch niemand da. Ab und zu kommen Frauen mit Kopftüchern und langen Gewändern. Die sitzen dann aber bei den Kindern am Planschbecken und halten mal die Füße ins Wasser. Das ist bisher alles problemlos verlaufen und ich denke auch nicht, dass es da noch Probleme geben wird.“