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Kleinsteinhausen
Buntes Programm für Jung und Alt

Beim Sommerfest in Kleinsteinhausen hatten auch die kleinsten Besucher ihren Spaß.
Beim Sommerfest in Kleinsteinhausen hatten auch die kleinsten Besucher ihren Spaß. FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. Am Wochenende wurde in Kleinsteinhausen wieder das Sommerfest gefeiert – Oldtimerausstellung inklusive. Von Norbert Schwarz

Trotz brütender Hitze war das Kleinsteinhauser Sommerfest am Wochenende einmal mehr ein Erfolg. Das Blasorchester „Schwarze Husaren“ spielte mit viel Schwung. Lediglich Gilla Braun mit ihrem Pfeilwurfstand, seit Jahrzehnten beim Dorffest mit von der Partie, hatte einen geruhsamen Nachmittag, was nicht gerade in ihrem Geschäftssinn lag. Für die Kinder war nicht nur auf der Hüpfburg Unterhaltung angesagt. Eltern des Förderkreises Kindergarten zauberten auf Hände oder Arme Tattoos und die von Ludger Grünfelder organisierte Ausstellung von alten Traktoren, Autos und Motorrädern war auch für die Jüngsten des Ortes etwas Besonderes.

„Halb soviel von diesen Temperaturen würde reichen. Wenn wir nur einen Tag feiern, sollten auch am Nachmittag die Geschäfte laufen, denn sonst bekommen die Standbetreiber nichts in ihre Kassen“, meinte Ortsbürgermeisterin Martina Wagner, während sie mit einem kleinen, rechteckigen Papiertablett die stehende Luft fächerte und sich wie viele weitere Besucher damit etwas Erfrischung verschaffte. Das gelang allerdings nur bedingt und gerade die ältere Dorfbevölkerung, mutmaßt Wagner, hätte sich daher gar nicht auf den Weg zur Grillhütte gemacht. Dabei liegt der Platz ideal, es gibt genügend schattige Plätze. Die Helfer des Landfrauenvereins, des Gemischten Chores, der Schwarzen Husaren, Echoschützen, der Förderkreise von Feuerwehr und Kindergarten und der Dorfjugend hatten alle nur denkbaren Vorbereitungen dafür getroffen, dass jeder Besucher seine Unterhaltung hatte.

„Die Dorffestküche ist insgesamt stimmig, unser Angebot wussten schon viele Besucher zu schätzen und am Abend, wenn sich die Temperaturen doch etwas abkühlen, werden wir hier im Scheuerwald auch wieder ein volles Haus haben“, gab sich Wagner hoffnungsvoll und sollte, wie sich später zeigte, nicht enttäuscht werden. „Der Biervorrat wie der bei den nicht alkoholischen Getränken war so gut wie aufgebraucht, dafür wurde nicht so viel verzehrt wie sonst“, meinte Wagner am Montag bei den Abbauarbeiten.



„Das Wetter und die Straßenbauarbeiten sind einfach zu viel, wir sind ja von der Außenwelt regelrecht abgeschnitten“, meinte Steffen Neumayer, der beruflich in den USA sein Geld verdient. Doch wenn das Dorffest in seinem Heimatort angesagt ist, reist die gesamte Familie über den großen Teich in die Pfalz.

Bewährt hat sich das Modell der Einnahmenverteilung. Der Förderverein „Dorfgemeinschaft Kleinsteinhausen“ bekommt 30 Prozent vom Festerlös, um die Kosten zu decken, der Rest wird unter den Vereinen aufgeteilt. Mit dem, was beim Förderverein, wo die Ortsbürgermeisterin Vorsitzende ist, übrig bleibt, hat Wagner auch schon etwas vor: „Wir müssen bei unserer Hütte das Dach erneuern, und das kostet einiges.“