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Bürger sollen anpacken

 Gut besucht: der Neujahrsempfang im historischen Hornbacher Rathaus. Foto: Norbert Schwarz
Gut besucht: der Neujahrsempfang im historischen Hornbacher Rathaus. Foto: Norbert Schwarz FOTO: Norbert Schwarz
Hornbach. Hornbach ist zwar kleiner als Contwig – hat aber trotzdem für junge Familien so viel zu bieten, dass es als Wohn-Standort attraktiv ist und bleibt. Das betonte Bürgermeister Reinhold Hohn beim Neujahrsempfang. Norbert Schwarz

Beim Hornbacher Neujahrsempfang - dem ersten in der Region - hat Stadtbürgermeister Reinhold Hohn am Neujahrsnachmittag viele Vereinsvertreter, Stadträte und andere Bürger im historischen Rathaus willkommen geheißen - und das Bürgerengagement hervorgehoben.

Dass es auch künftig ohne das Zupacken der Stadtbürger nicht geht, machte der FDP-Politiker am Beispiel Premiumwanderwege deutlich: "Die Ausgaben sind eine freiwillige Leistung, und weil wir uns der Entschuldung verschrieben haben, können wir diese Ausgaben nicht leisten. Dafür werden wir künftig die Wegeunterhaltung übernehmen. In Eigenleistung versteht sich, mit Bürgerengagement also." An vielen Beispielen machte der Bürgermeister deutlich, wo mit solchem Engagement 2015 viel erneuert oder Neues geschaffen wurde. "Mit großem Erfolg, wie die Jurymitglieder beim Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft' feststellen konnten." Hohn sieht in Hornbach ein Pendant zum größten Ort von Zweibrücken-Land, Contwig. "Wir haben im Süden der Verwaltungseinheit alles, was die Bürger für den Lebensalltag benötigen. Angefangen bei der Schule, Ärzten, Banken und Apotheken bis hin zu den Geschäften, um die Bedürfnisse des täglichen Lebens zu befriedigen." Das seien die Voraussetzungen dafür, dass Hornbach gerade für junge Familien weiterhin ein Lebensmittelpunkt sein kann.

Schulsporthalle bald fertig?

Der kurze Weg zum Baubeginn beim neuen Wasgau-Einkaufsmarkt war für Hohn ein Ansatzpunkt dafür, den am Freitag gleichfalls anwesenden Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ) mit der Sanierung der Grundschulsporthalle in die Pflicht zu nehmen. Bis Ostern 2016 sollen dort die Arbeiten abgeschlossen sein, Hohn hegt für diesen Termin Zweifel. Losgehen soll es in diesem Jahr mit dem Bau der Parkklinik auf dem Gelände des Oberbeiwalder Hofes und zwar noch im ersten Halbjahr.

Gundacker bescheinigte Hornbach , mit dem Empfang am Neujahrstag, zu dem Hohn seit der Jahrtausendwende einlädt, etwas Besonderes initiiert zu haben. Etwas, das jedoch von Erfolg gekrönt sei, wie der stete Zuspruch der Bürger zeige. Großartiges habe Hornbach in den zurückliegenden Jahrzehnten bewegt. Den Schulterschluss der Verbandsgemeinde beim "sanften Tourismus" gerade mit der Klosterstadt bezeichnete Gundacker als richtig und zwingend notwendig, weil Hornbach geschichtlich und landschaftlich viel zu bieten habe. Der Verbandsbürgermeister wünschte sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit und meinte: "Die Segel sind gesetzt, das Schiff ist auf Fahrt, die Mannschaft an Bord, ein guter Kapitän auf der Brücke. Blasen wir alle, dass das Schiff in die richtige Richtung fährt, nur so kommen wir voran."