| 23:25 Uhr

65 Dorffest-Helfer
Boulepatz und Behinderten-WC eröffnet

Nicht nur Markus Vollmars Krustenbraten fand reißenden Absatz und füllte die Festkasse.
Nicht nur Markus Vollmars Krustenbraten fand reißenden Absatz und füllte die Festkasse. FOTO: Norbert Schwarz
Kleinbundenbach. Das Dorffest Kleinbundenbach glänzte diesmal nicht nur mit den klassischen Attraktionen, sondern auch zwei bleibenden Neuerungen. Von Norbert Schwarz

Der Reigen der Dorffestfeiern im Zweibrücker Land ist eröffnet. Vorletztes Wochenende wurde mit den „Beleuchteten Gassen“ in Dellfeld der Startschuss gegeben und dieses Wochenende standen die vielen Besucher in langen Schlangen vor den Essensständen rund ums Dorfgemeinschaftshaus von Kleinbundenbach, wo das Dorffest inzwischen unter der Regie des Heimatvereins gefeiert wird. Der Besucherzuspruch an beiden Festtagen war riesig, die große Helferschar musste ständig im Einsatz sein, um den Besucherwünschen gerecht zu werden.

Dabei nahm das diesjährige Fest bereits zum Auftakt am Samstag in den frühen Abendstunden einen ganz besonderen Verlauf. Zum einen konnte Ortsbürgermeister Karl Bißbort den behindertengerechten Zugang beim Dorfgemeinschaftshaus eröffnen, zum anderen hat die kleine Ortschaft auf der Sickingerhöhe seit diesem Wochenende eine weitere Attraktion für seine Bürger: Direkt im alten örtlichen Zentrum ist eine neue Sportstätte entstanden, ein Bouleplatz. In vielen Stunden der Eigenleistung, so wie das auch bei den baulichen Veränderungen am Dorfgemeinschaftshaus der Fall ist.

„Es fehlen uns die finanziellen Mittel, dafür haben wir viele Helfer aus der Bürgerschaft, die uns bei allen Aktionen zur Seite stehen. Die Mitglieder des Ortsgemeinderates dabei vorn weg“, stellt Bürgermeister Bißbort fest und freut sich darüber, dass dieses Miteinander innerhalb der Dorfgemeinschaft schon viele Jahre vorherrschend ist. Dieses gegenseitige Helfen, dieses für die Gemeinschaft da zu sein, das spiegele sich auch beim Dorffest selbst wieder, merkt der 2. Beigeordnete Heiko Brünesholz an und schätzt die Helferzahl auf gut und gern 65, die an tatkräftig zupackten, damit die Großveranstaltung zu einem vollen Erfolg werden konnte.



Jahrelang hatte das Dorffest in Kleinbundenbach den Charakter eines Straßenfestes. Das gilt inzwischen nicht mehr: Der Festplatz ist nun direkt hinterm Dorfgemeinschaftshaus und alle fühlen sich dort pudelwohl. Dabei spielte Petrus dem Veranstalter voll in die Karten, das Wetter war ideal.

Das Fest selbst ist und bleibt ein Renner, wie Helfer und Besucher unisono feststellten. Viele auswärtige Besucher kamen, dabei wurde nicht einmal groß für das Fest geworben. „Jeder weiß längst, wie gut es sich bei uns feiern lässt. Wir klagen nicht, wir müssen die Dinge so nehmen wie sie sind und bei so einem herrlichen Frühsommerwetter muss einem doch förmlich das Herz aufgehen, kommt doch einfach jeder in Feierlaune“, so Karl Bißbort. Sein Arbeitsplatz ist gestern um die Mittagszeit einmal mehr an der großen Fritteuse gewesen. Die Festbesucher standen Schlange, die Portionen waren riesig und entsprechend groß die Stimmung bei den Gästen.

Schon zum Auftakt am Samstag war bis weit in die Abendstunden hinein gefeiert worden und dieses Feiern setzte sich am Sonntag nahtlos fort. Die Festküche bot alles das, was man sich von einem zünftigen Dorffest erwartet. Neben den Spezialitäten vom Grill und den für die Bratenspezialitäten. Metzger Markus Vollmar selbst besorgte das fachgerechte Zubereiten des von ihm kreierten Krustenbratens im Holzbackofen und Bürgermeister Bißbort hatte nach altem Brauch die beiden Spanferkel am Samstagabend spendiert, welche reißenden Absatz fanden und so die Festkasse füllten. Am festinstallierten Steinbackofen herrschte zudem Hochbetrieb, Flammkuchen und Pizzen in allen Variationen, zubereitet im selbst gebauten Backofenoval, waren Renner. Kinder kamen gleichfalls nicht zu kurz. Erzieherinnen der Bundenbacher Kita kümmerten sich um sie bei Spielen oder Gesichterschminken und die Dorfjugend übte sich derweil auf der neuen nlage beim Boulespiel.