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DRK Hornbach
Erfolgreicher Blutspende-Termin in Althornbach

 Von 66 Spendern, die an diesem Tag nach Althornbach kamen, waren 18 neue Spender dabei.
Von 66 Spendern, die an diesem Tag nach Althornbach kamen, waren 18 neue Spender dabei. FOTO: Nadine Lang
Althornbach. Das Problem der knappen Blutspenden ist ein Dauerthema. In Zeiten der Corona-Krise spitzt es sich zu. Ein Lichtblick war der Termin des DRK Hornbach am vergangenen Freitag. Von Nadine Lang

„Dieses Mal ist alles etwas anders“, erklärte der Bereitschaftsleiter vom DRK Hornbach, Wolfram Hartzendorf, am Freitagabend. Und das lag mit dem Bürgerhaus in Althornbach anstelle des Jugendheims in Hornbach nicht nur am neuen Blutspende-Ort, sondern auch an den Sicherheitsvorkehrungen, die die Corona-Krise derzeit notwendig macht.

Und so reihten sich die Blutspender schon vor dem Bürgerhaus geduldig in die Schlange mit Sicherheitsabstand, denn rein durften die Spender immer erst dann, wenn ein Spendenbett freigeworden war. Und auch am Eingang merkte man, dass alles etwas anders war. An der Einlasskontrolle nahm eine Helferin des DRK, ausgestattet mit Spritzschutzhelm, bei jedem Blutspender eine Fiebermessung vor und stellte jedem die Frage, ob er in den vergangenen zwei Wochen im Urlaub gewesen sei.

Nach einer Desinfektion der Hände durften die Spender dann endlich rein. Die Spendenbetten wurde mit mehr Abstand aufgestellt, es gab mehr Ruhebetten, weil auf den gemeinsamen Bereich, in dem sich sonst bei Essen und Trinken von der Spende kurz erholt werden sollte, verzichtet wurde. Und das Essen für die, die bereits gespendet hatten, gab es dieses Mal als Lunchpaket zum Mitnachhausenehmen.



Den Spendern machte das nichts aus und auch die längere Wartezeit vor dem Bürgerhaus nahmen sie ohne Murren und teils gut gelaunt in Kauf. Stattdessen zeigten sich die Spender solidarisch mit denjenigen, die auch jetzt dringend auf Blutkonserven angewiesen sind.

Von 66 Spendern, die an diesem Tag nach Althornbach kamen, waren 18 neue Spender dabei. „Jetzt um diese Zeit sind sie wahrscheinlich froh um jede Spende, die sie haben“, erklärte der 18-jährige Benedict Haubeil aus Althornbach, der dem Vorschlag einer Freundin folgte, sein Blut zu spenden. Angst vor Ansteckung hatte er dabei keinesfalls. So ging es auch Günther Wolf aus Hornbach, der an diesem Tag seine insgesamt 131. Blutspende leistete. „Man hält sich ja an die Anordnung, dann kann auch nichts passieren“, ist der Senior überzeugt.

Und auch das zwölfköpfige Helferteam des DRK fühlte sich sicher. Nur zwei ältere Helfer mussten aufgrund des größeren Risikos mit zwei jungen Helfern „aufgefüllt“ werden.

Tatsächlich ist die Blutknappheit aufgrund der aktuellen Corona-Krise noch größer als eh schon. Aufgrund geschlossener Räumlichkeiten, wie etwa Schulen, mussten mancherorts die Spendentermine abgesagt werden. „Deshalb war es dringend notwendig, dass die Spende durchgeführt wurde“, erklärte Wolfram Hartzendorf und fuhr fort: „Und wir danken allen Spendern, die gekommen sind und diese Spende so erfolgreich gemacht haben. Wir waren wirklich von den Socken.“

Auch sonst kommen bei einer Spende zwischen 50 und 70 Spender zusammen. Mit 66 Spendern konnte demnach ein tolles Ergebnis erreicht werden.

Der nächste Blutspende-Termin am Freitag, 29. Mai, in der Zeit von 17.30 bis 20.30 Uhr soll nach aktuellem Stand wie geplant stattfinden. Dann auch wieder im Bürgerhaus in Althornbach – zumindest solange, bis eine barrierefreie Alternative in Hornbach gefunden ist.

Auch die Gesundheitsministerin des Saarlands, Monika Bachmann, ruft erneut gemeinsam mit den Blutspendediensten, dem Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg und der Blutspendezentrale Saar-Pfalz zur regelmäßigen Blutspende auf. „Um die Versorgung weiterhin konstant gewährleisten zu können, bitte ich alle gesunden Bürgerinnen und Bürger, die lokalen Blutspendestationen aufzusuchen. Die Regelmäßigkeit steht hierbei an erster Stelle, da Blutpräparate mitunter eine kurze Haltbarkeit haben“, erklärt Monika Bachmann.

„Der Besuch eines Blutspende-Termins erhöht nicht das Risiko für eine Ansteckung mit dem Corona-Virus. An den Standorten gelten sehr hohe Hygienestandards, so dass für Blutspender keine Gefahr besteht“, sagt Ministerin Bachmann weiter. Die anwesenden Ärzte werden keine Spender mit grippalen Symptomen zur Spende zulassen. Das gilt auch für Personen, die sich erst vor Kurzem in den vom Corona-Virus betroffenen Risikogebieten (laut aktuellem Stand des Robert Koch-Institutes) aufgehalten haben oder Kontakt mit einer infizierten Person hatten.