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Bevölkerungsentwicklung
Zweibrücken-Land verliert weniger Bürger als der Kreis

 Die Zahl der Älteren wird weiter steigen, die der Jüngeren weiter sinken.
Die Zahl der Älteren wird weiter steigen, die der Jüngeren weiter sinken. FOTO: dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Zweibrücken. Die Menschen in der Südwestpfalz werden weniger, aber die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land kommt beim demografischen Wandel noch vergleichsweise glimpflich davon. Das ergibt sich aus einer Auswertung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems, die am Freitag veröffentlicht wurde. Von Jan Althoff

 Nach dieser „kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung“ werden 14 der 30 verbandsfreien Gemeinden sowie 28 der 139 Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz 2040 mehr Einwohner haben als 2017. Hier findet sich  unsere Region nicht bei den Top-Wachstumskandidaten (Schifferstadt, Heidesheim, Bodenheim), aber auch nicht bei den größten Verlieren (Baumholder, Herrstein, Meisenheim), die in der Spitze zehn Prozent gewinnen beziehungsweise über 17 Prozent an Einwohnern verlieren werden. Für den Vergleich wurde eine zwischen den möglichen Extremen liegende Mittlere Variante der Bevölkerungsentwicklung zugrunde gelegt.

In Zweibrücken wird die Einwohnerzahl nach Einschätzung der Statistiker von 34 270 im Jahr 2017 auf 31 496 im Jahr 2040 zurückgehen. Das sind 2774 Menschen, gut acht Prozent (wir berichteten). Die Zahlen für den Landkreis Südwestkreis sehen auf den ersten Blick weitaus schlechter aus: Die Zahl geht von 95 474 auf 85 952 zurück. Das sind 9522 Menschen – knapp zehn Prozent.

Dafür verantwortlich ist aber, und das ist das Erfreuliche aus unserer westlichen Sicht, in erster Linie der östliche Landkreis, allen voran Rodalben und Pirmasens-Land. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hingegen verliert den Berechnungen zufolge bis 2040 749 ihrer im Jahr 2017 gezählten 16 374 Einwohner – das sind „nur“ 4,5 Prozent. Wermutstropfen: Wie überall im Land wird sich bei uns die Alterspyramide weiter zu Gunsten der älteren Generation verschieben.