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Neujahrsempfang der CDU Bechhofen
Bernhard eröffnet das Wahljahr

 Ganz im Zeichen der kommenden Kommunalwahl stand der CDU-Neujahrsempfang in Bechhofen. Am Rednerpult Ortsbürgermeisters Paul Sefrin, im roten Kleid die CDU-Ortsvereinsvorsitzende und Gastgeberin Angelika Küttner.
Ganz im Zeichen der kommenden Kommunalwahl stand der CDU-Neujahrsempfang in Bechhofen. Am Rednerpult Ortsbürgermeisters Paul Sefrin, im roten Kleid die CDU-Ortsvereinsvorsitzende und Gastgeberin Angelika Küttner. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Beim Neujahrsempfang der CDU Bechhofen wurde ordentlich gegen den politischen Gegner ausgeteilt. Von Norbert Schwarz

(cos) Wahlkampferöffnung der CDU beim Neujahrsempfang des Bechhofer Ortsvereins im Dorfgemeinschaftshaus. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Björn Bernhard kämpferisch: „Wenn sie hier rausgehen, werden sie wissen, dass es am 26. Mai dieses Jahres nur eine Partei geben wird – und das ist unsere, die CDU“.

Bernhard sparte dabei nicht mit  Kritik an der Person des Verbandsbürgermeisters. „Die Verbandsgemeinde sorgte für Schlagzeilen in der Tagespresse. Leider im negativen Sinn. Und wer genau hinschaute, musste erkennen, dass es in der Mehrzahl ausschließlich um persönliche Dinge ging.“ Bernhard rief allen in Erinnerung: „Mobbing, Rücktritt des Verbandsgemeindewehrleiters, Drehleiterdrama und so mehr. Aber, die Bürger der verbandsgemeinde haben etwas Besseres verdient als solche persönlichen Streitigkeiten“, sagte Bernhard, der weitere Senkungsmöglichkeiten bei der Verbandsgemeindeumlage sieht und dies für das Überleben fast aller Ortsgemeinden  für dringend notwendig hält. „Es gibt Ortsbürgermeister, die haben nicht einmal mehr die Geldmittel, um für einen 80. Geburtstag ein Präsent kaufen zu können. Das kann nicht sein, so können wir junge Menschen nicht für die Kommunalpolitik gewinnen!“ Allein um dafür zu stimmen, „dass jährlich die Gemeindesteuern  oder Friedhofsgebühren angehoben werden sollen“, wolle niemand mehr ein kommunalpolitisches Ehrenamt übernehmen – „und das ist schlimm“. Wichtig sei es deshalb, den Kommunen vor Ort den finanziellen Spielraum zu geben. Bernhard gab sich davon überzeugt, dass die Verbandsgemeindeumlage noch mehr gesenkt werden könnte als diesen einen Punkte, wie zuletzt geschehen.

Bernhard beließ es allerdings nicht allein bei der Kritik, sondern nannte Punkte, wo seiner Einschätzung nach noch Geld einzusparen sei. In diesem Zusammenhang brach Bernhard auch noch einmal eine Lanze für den zurückgetretenen Verbandsgemeindewehrleiter. Der habe der Verbandsgemeinde viel Geld eingespart, wie beispielsweise allein das Erstellen von Ausschreibungsunterlagen bei der Fahrzeugbeschaffung zeige. Nach dem Rücktritt von Markus Schmidt müsse nunmehr bei jeder Ausschreibung dieser Vorgang verwaltungsextern vergeben werden. Kostenpunkt: 10 000 Euro.



 Ortsbürgermeister Paul Sefrin (CDU) hatte zuvor die Notwendigkeit des Ausweisens neuer Baugebiete erläutert und nochmals den erfolgreichen Abschluss des vierten Bauabschnitts beim Dorfmittelpunkt angeführt. „Hier haben wir jetzt alle Voraussetzungen für einen Bürgertreff geschaffen und ich hoffe, dass wir in Bechhofen auch wieder ein Dorffest auf die Beine stellen.“ Sefrin lobte insbesondere die neue „Kultur“ im Ratsgremium und unterstrich noch einmal den wegweisenden Schritt, mit Achim Scherer (SPD) die Opposition mit in die Verwaltungsspitze einzugliedern. Die Ortsvereinsvorsitzende Angelika Küttner hatte einen Blick auf die Landespolitik geworfen und die fehlende finanzielle Unterstützung der Kommunen angeprangert.