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Neujahrsempfang in Großbundenbach
Beim Kindergarten-Umbau hakt’s weiter

 In Anerkennung seiner Verdienste um Großbundenbach wurde  jetzt dem einheimischen Architekten Josef Obermeier (links) von Ortsbürgermeister Dieter Glahn die Gemeindeehrennadel in Bronze überreicht.
In Anerkennung seiner Verdienste um Großbundenbach wurde  jetzt dem einheimischen Architekten Josef Obermeier (links) von Ortsbürgermeister Dieter Glahn die Gemeindeehrennadel in Bronze überreicht. FOTO: Norbert Schwarz
Großbundenbach. Beim Neujahrsempfang in Großbundenbach wurde der Architekt Josef Obermeier ausgezeichnet. Von Norbert Schwarz

Kindergartenumbau und Fertigstellung des Spielplatzes an der Steinkallenfelsstraße bleiben auch im Jahr 2020 die beherrschenden Themen für Ortsbürgermeister Dieter Glahn und die Mitglieder im Ortsgemeinderat von Großbundenbach. Finanziell hängt die Kommune weiterhin im Zuschusstropf. Bereits beim Erfüllen der Pflichtaufgaben sind Eigenleistungen gefragt, um über die Runden zu kommen. Doch das ehrenamtliche Engagement wird bei den Dorfbewohnern groß geschrieben. Einer von ihnen ist Josef Obermeier. Als Architekt ist er nicht allein um bestmögliche Lösungen beim Kindergartenumbau bemüht. Ihm ist jetzt die Gemeindeehrennadel in Bronze verliehen worden.

Der Kindergartenumbau eine endlose Geschichte? Bei oberflächlicher Betrachtung würde eine solche Bewertung wohl leicht fallen. Doch damit würde man den vielen verantwortlichen Entscheidungsträgern in ihrem Bemühen um eine bestmöglich und dennoch kostenverträgliche Lösung Unrecht tun. Ob allerdings der vorgesehene Anbau (Aufstockung) beim ehemaligen Bürgermeistersamt des Ortes, heute Kindertagesstätte für die Bundenbacher Orte, kommt wie bisher diskutiert und auch planerisch bereits zu Papier gebracht, bleibt mehr als fraglich.

Der Hemmschuh für den notwendigen, weiteren Raumgewinn am Anbauteil des ehemaligen Verwaltungsgebäudes würde insbesondere Großbundenbach finanziell gesehen weiter fesseln. Dieter Glahn umschrieb es beim Neujahrsempfang mit „einem Schuldenklotz am Bein“. Ob sich im Gebäudeinnern vielleicht weitere Möglichkeiten auftun, wird geprüft und einmal mehr ist in dieser Frage der heimische Architekt Josef Obermeier gefragt.



Dass der Zuwachs bei der Kinderzahl im Bundenbacher Kindergarten am Standort Großbundenbach bauliche Veränderungen unabdingbar macht, kann weiter nicht bestritten und wegdiskutiert werden. Die Kostenbeteiligung der Nachbargemeinde ist gleichfalls gesichert, allerdings bis zur begrenzten Höhe. Dieter Glahn will deshalb in Absprache mit den Verantwortlichen der Ortsgemeinde Kleinbundenbach, von dort kommen übrigens auch die meisten Kinder welche die Einrichtung nutzen, nach kostengünstigsten Lösungen suchen. „Wir wollen das weitestgehend in Eigenleistung auf die Beine stellen. Bereits in der Vergangenheit haben Helfer aus beiden Ortschaften tatkräftig angepackt. Sollte die Kommunalaufsicht zu meinen Überlegungen grünes Licht geben, wäre die Sache geritzt. Mit Amtskollege Manfred Gerlinger aus Kleinbundenbach ist das alles schon detailliert abgesprochen, dieser sieht den neuen Lösungsweg gleichfalls für gangbar an.“

Das neue Landesgesetz für die Kindergärten und die Förderrichtlinien dazu haben, so Dieter Glahn in einem ergänzenden Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur, nochmals alles auf den Prüfstand gebracht. Die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion und die Möglichkeit, vielleicht doch im ersten Stock das Raumangebot zu erweitern, hätten die neue Grundsatzprüfung notwendig gemacht.

Beim Spielplatz an der Steinkallenfelsstraße sehe es im Augenblick wüst aus, beschrieb schonungslos Ortsbürgermeister Glahn den gegenwärtigen Baustellenzustand. Doch dieser würde sich noch im ersten Jahresquartal ändern. „Sobald es die Witterung zulässt, werden wir im unteren Bereich, direkt bei der Sitzgelegenheit eine Trockenmauer errichten, die Sandsteine dafür liegen bereits parat“, kündigte er an. Die Instandsetzung des gesamten Geländebereiches soll mit diesen Arbeiten einher gehen. Auch werde dann die schon zwischengelagerte Seilbahn installiert.

Der Löwenanteil für diese Maßnahme zugunsten der Dorfkinder und Jugend, sei aus Spendengeldern finanziert worden. Dieter Glahn bezifferte die Spendensumme mit 15 000 Euro. Im neuen Haushalt sollen Restmittel eingestellt werden, auch rechnet Glahn mit weiteren Spendengeldern.