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80 000 Euro für den Bauhof
Bechhofer Bauhof wird saniert

Die Liste der Arbeiten, die die Mitarbeiter des Bauhofs erledigen müssen, ist lang. Thomas Bernhard kontrolliert wöchentlich die vier Spielplätze und füllt frischen Sand auf.
Die Liste der Arbeiten, die die Mitarbeiter des Bauhofs erledigen müssen, ist lang. Thomas Bernhard kontrolliert wöchentlich die vier Spielplätze und füllt frischen Sand auf. FOTO: Norbert Rech
Bechhofen. Weil die Kita wächst, müsste der Bauhof schrumpfen. Doch dort will Bechhofen nun viel Geld investieren.

Der Bechhofer Bauhof wird in diesem Jahr umgestaltet und saniert. Notwendig ist diese Maßnahme durch die Erweiterung der Kindertagesstätte um einen Bewegungsraum, was zum Wegfall der Werkstatt und des Lagerraums in dem Gebäude führen müsste, das bisher von den Gemeindearbeitern genutzt wird. Die Anzahl der Kinder ist auf bis zu 115 gestiegen. Deshalb wurde auch eine weitere Gruppe eingerichtet“, informiert Ortsbürgermeister Paul Sefrin (CDU) in einem Gespräch mit dem Merkur. „Diese Entwicklung ist eigentlich sehr erfreulich. Aber sie führt eben auch dazu, dass der Bauhof sich aus seinen Räumlichkeiten zurückziehen müsse“, ergänzt Sefrin.

Diese Gelegenheit nutzt nun die Ortsgemeinde, den Bauhof auf den modernsten Stand zu bringen. So stehe den beiden Mitarbeitern – Carina Schneider und Thomas Bernhard – schon ein guter Arbeitsplatz zur Verfügung, der auch als Rückzugsmöglichkeit für die Pausen diene. „Notwendig sind auch Toiletten für beide Geschlechter“, ergänzt Sefrin. Das ist aber nicht die einzige bauliche Änderung, die bewerkstelligt werden müsste. Die Liste der erforderlichen Maßnahmen ist lang. Auch müsse eine räumliche Trennung der Kita und dem Bereich der Gemeindearbeiter aus Sicherheitsgründen vorgenommen werden, erklärt Sefrin. Geplant sei zudem ein neues Hoftor. Das derzeitige bestehe aus einem zurechtgeschweißten Bauzaunelement und sei mittlerweile doch arg in die Jahre gekommen. Außerdem müssten weitere Parkplätze angelegt werden, die auch den 22 Mitarbeitern der Kita zur Verfügung stünden. Zudem hat die Gemeinde noch einen neuen Unterstand für den Traktor und das Streusalzlager im Visier. Dieser soll an der Stelle des alten Schuppens errichtet werden – sobald dieser abgerissen ist. Bei der Bemessung der Gebäudehöhe solle berücksichtigt werden, dass zur Gewährleistung des Winterdienstes die Streusalz-Bigpacks zum Befüllen des Streuers über diesen gehoben werden können. Bei der Modernisierung sei darüber hinaus noch die Anschaffung von Industrieregalen für den Lagerraum vorgesehen.Auch die Schaffung eines Werkstattraums für kleinere Reparaturen sei noch notwendig. Insgesamt plant die Ortsgemeinde rund 80 000 Euro in ihren Bauhof zu investieren.

Dieser ist keineswegs nur für die Pflege der Grünanlagen der Gemeinde und den Winterdienst zuständig, wie Bernhard klarstellt. So müssten die vier Spielplätze im Dorf in Schuss gehalten werden. Diese würden jede Woche eingehend geprüft. Auch an der Organisation von Beerdigungen sei der Bauhof beteiligt. Hier obliege ihm beispielsweise die Zuweisung des Grabfeldes. Zudem kümmere er sich um Trauerhalle, Dorfzentrum und das Dorfgemeinschaftshaus. „Wir bestellen das Öl für die Heizung und erledigen auch kleine Reparaturen“, berichtet der Mitarbeiter, dessen Kollegin sich derzeit im Urlaub befindet. Zur täglichen Arbeit gehöre auch jede Menge Schriftverkehr und selbst für die Beseitigung von toten Tieren auf gemeindeeigenem Boden seien die beiden zuständig. Dem Ortsbürgermeister liegt der Bauhof sehr am Herzen, wie Bernhard mehrmals betont. Dieser sehe ihn als „unverzichtbare Einrichtung“ für das Dorf.