| 22:20 Uhr

Bechhofen hebt erneut die Friedhofsgebühren an

Bechhofen. Gegen die Stimmen der SPD hat der Ortsgemeinderat Bechhofen gestern Abend die Friedhofsgebühren angehoben. So muss für ein Einzelgrab 100 und für ein Doppelgrab 200 Euro mehr bezahlt werden. Grund für die Erhöhung: Die Kreisverwaltung hätte sonst die Investitionskredite für verschiedene Projekte nicht genehmigt

Bechhofen. Gegen die Stimmen der SPD hat der Ortsgemeinderat Bechhofen gestern Abend die Friedhofsgebühren angehoben. So muss für ein Einzelgrab 100 und für ein Doppelgrab 200 Euro mehr bezahlt werden. Grund für die Erhöhung: Die Kreisverwaltung hätte sonst die Investitionskredite für verschiedene Projekte nicht genehmigt. So sind 42 000 Euro für kommunale Fahrzeuge, 13 000 für die Fenster des Kindergartens, 5500 für Tore und einen Schaukasten am Friedhof sowie 40 000 Euro für die Weiterentwicklung des Dorfmittelpunktes vorgesehen. Letztere Ausgabe wurde von den Sozialdemokraten kritisiert. "Wir sind immer dafür, Maßnahmen mitzutragen, die der Allgemeinheit dienen. Hier geht es um einen privaten Pächter", monierte Dieter Stephan. Bechhofen wäre ohne das Projekt nicht in der Situation, die Friedhofsgebühren erhöhen zu müssen. Die SPD könne nicht nachvollziehen, warum ein solcher Schritt nötig ist, wenn nur 5000 Euro zusätzliche Einnahmen für die 105 000 Euro Ausgaben zu erwarten seien.Weiteres Thema war die Situation in der Kita Spatzennest, die aus allen Nähten zu platzen droht. So könnten derzeit dort 77 Kinder ab dem dritten Lebensjahr in Regelgruppen betreut werden. Dazu kommen 17 Krippenkinder (bis drei Jahre) und sechs Kinder unter zwei Jahren. Insgesamt besuchen 95 Kinder die Einrichtung. Für das kommende Jahr gebe es bereits Anmeldungen für 18 Kinder unter drei und zehn unter zwei Jahren. Deshalb beschloss der Rat, die Betriebserlaubnis zu ändern und den Turnraum für die Aufnahme weiterer Kinder zu nutzen. nob