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Arbeiten an B 424 in Althornbach beendet
Nach über vier Monaten wieder freie Fahrt

Seit gestern ist die autolose Zeit innerhalb der Ortsdurchfahrt von Althornbach (B 424)  vorbei.
Seit gestern ist die autolose Zeit innerhalb der Ortsdurchfahrt von Althornbach (B 424) vorbei. FOTO: Norbert Schwarz
Althornbach. Die sanierte Ortsdurchfahrt Althornbach ist am Mittwochnachmittag wieder für den Verkehr geöffnet worden. Von Norbert Schwarz

Die Ortsdurchfahrt Althornbach (B 424) ist seit gestern Nachmittag wieder für den Verkehr geöffnet. Dem monatelangen Baulärm folgt jetzt wieder der Verkehrslärm. Rund 800 000 Euro hat die Erneuerung von fast 800 Metern Fahrbahn und Kreuzungen gekostet.

„Ich bin überglücklich, dass das noch vor unseren Kerwetagen geglückt ist“, sagte Ortsbürgermeisterin Ute Klein gestern – und freute sich sehr über die Merkur-Anfrage, denn ohne große Berichterstattung über das Ende der monatelangen Baustelle wären bestimmt viele auswärtige Kerwebesucher ferngeblieben. „Das gilt auch für unser Oktoberfest, dass demnächst im neuen Bürgerzentrum gefeiert wird.“

Seit dem 14. Mai bestimmten Bagger, Presslufthammer und Arbeiter der Firma Eurovia aus Neunkirchen das Tagesgeschehen in Althornbach. „Die Bauarbeiter haben ganz hervorragend Arbeit abgeliefert, vor allem, sie hatten für die Sorgen und Nöten der Anlieger Verständnis, halfen mit im wahrsten Wortsinn Steine aus dem Weg zu räumen und damit die Baustellenbelastung doch irgendwie erträglich zu gestalten“, lobt Klein. Gemeinde und Verbandsgemeindewerke waren unmittelbar ins Arbeitsgeschehen mit eingebunden, beide müssen auch einen Teil der Kosten mittragen. So ist an vielen Stellen der Bürgersteig angehoben und neu verlegt worden, mussten Randsteine erneuert und Rinnenplatten ausgetauscht werden. Die Forderung etlicher Anlieger, den Bürgersteig bei dieser Gelegenheit doch bitteschön in seiner Gesamtheit zu erneuern, war schnell vom Tisch – denn eine solche Maßnahme hätte automatisch eine Beitragspflicht für die Straßenanlieger ausgelöst. Überwiegend trägt der Bund die Kosten. Als Gemeindeanteil sind im Haushalt 10 000 Euro veranschlagt, doch Klein erwartet Mehrkosten: „Oft ergeben sich Zusatzarbeiten in der Bauphase, dann muss man einfach Arbeiten mit ausführen, ob man will oder nicht.“ An der Hauptwasserleitung war alles in Ordnung, erneuert wurden vorsorglich die Hausanschlussleitungen zu den einzelnen Grundstücken. Unter den Gehwegen wurden Leerrohre mitverlegt, in die später Glasfaserkabel für schnelles Internet eingeblasen werden können.



Hocherfreut über das Ende der Bauphase war gestern auch Landwirtschaftsmeister Jürgen Fess, der zusammen mit Ehefrau Ilse und Tochter Tanja einen Legebetrieb leitet und seine vielen Kunden in der Region jetzt wieder unbehindert mit Eiern beliefern kann. Und vor allem, der Eierautomat rund um die Uhr kann jetzt wieder voll genutzt werden, insbesondere auch von französischen Pendlern.