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Neujahrsempfang Dellfeld
Bauprojekte stehen ganz oben auf Agenda

 Zum traditionellen Neujahrsempfang konnte Ortsbürgermeisterin Doris Schindler (rechts) viele Gäste im Dellfelder Bürgerhaus begrüßen.
Zum traditionellen Neujahrsempfang konnte Ortsbürgermeisterin Doris Schindler (rechts) viele Gäste im Dellfelder Bürgerhaus begrüßen. FOTO: Norbert Schwarz
Dellfeld. Dellfelds Bürgermeisterin Doris Schindler: Schutzgeländer an Felsstraße und Ausbau der Schulstraße wichtige Vorhaben. Von Norbert Schwarz

Das Ehrenamt stärken, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Heimatgemeinde zukunftsfähig machen, das ist auch im neuen Jahr die Losung für Dellfelds Ortsbürgermeisterin Doris Schindler. Beim Neujahrsempfang im noch weihnachtlich geschmückten Bürgerhaus mit vielen Ehrengästen war das die Vorschau auf das, was das neue Jahr für die Bürger bringt.

Ausruhen werde man sich auf dem Erreichten nicht. Trotz der fehlenden finanziellen Ressourcen, Schindler bezeichnete Dellfeld als Perle des Schwarzbachtals, sei es möglich, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und damit die gesteckten Ziele zu erreichen. Als solche nannte die Ortsbürgermeisterin die Realisierung eines kleineren Baugebietes im Ortsteil Falkenbusch. Die Fläche unterhalb des Sportplatzes soll künftig Bauland sein. Neun Eigenheime könnten entstehen. Dank des Einstiegs des Investors „Immobilien Gessner“ kann noch dieses Jahr mit dem Baubeginn gerechnet werden.

Der Straßenausbau wird weiter forciert, Schutzgeländer sollen in der Feldstraße und entlang des Aschbachs angebracht werden. Gerade die fehlenden Sicherheitsvorrichtungen entlang des Gewässers nahm die Ortsbürgermeisterin beim Jahresrückblick zum Anlass, um klarzumachen, welches Durchhaltevermögen im kommunalpolitischen Tagesgeschäft notwendig sei, um bestimmte Ziele zu erreichen. „Wären wir finanziell besser ausgestattet, dann wäre das keine Frage. So aber müssen wir sparen und können nur die Gelder ausgeben, die wir in der Gemeindekasse haben“, so Schindler.



Das ehrenamtliche Engagement soll weiter gestärkt werden. Dabei sollen neue Wege beschritten werden, wie etwa mit dem Stammtisch für ältere Mitbürger. Solchen, die sich noch nicht zu den Dorfsenioren zählen wollen und dennoch den beruflichen Alltagsstress hinter sich haben. Schindler: „Statt des Mittwochstreffs für Senioren bietet die Gemeinde diesen Stammtisch an. Es würde mich freuen, wenn viele Mitbürger davon Gebrauch machen.“

An Herausforderungen mangelt es nicht. Das Erneuern des Eisenbahn-Haltepunktes Dellfeld-Ort zählt zu den besonderen Zielen. „Im Geduld haben sind wir inzwischen ja geübt. Mal schauen, ob es dieses Jahr wahr wird mit der Ankündigung des Landkreises, dieses Vorhaben für 2019/2020 planerisch abzuschließen. Versprochen wird es uns ja schon lange genug“, sagt Schindler kämpferisch.

Dass an vielen Stellschrauben im Ort gedreht wird, um weiterhin eine attraktive Gemeinde zu bleiben, betonte die Ortsbürgermeisterin gleich zum Auftakt. Die Generalsanierung des Kindergartens war dabei ein Leuchtturmprojekt, zumal die Maßnahme ein wesentlicher Beitrag dazu sei, den Ort zukunftsorientiert nach vorn zu bringen. Dass nicht alles vorzuplanen sei, habe die technische Erneuerung des Bahnübergangs gezeigt. „Aus einer Bauzeit von 14 Tagen wurden dann acht Wochen. Aber wir sind froh, dass zum Schluss doch alles geklappt hat.“ Das Bürgerengagement im Ort stimme. Veranstaltungen wie Dorffest, Genusswanderung, Kerb oder Dorfweihnacht seien Paradebeispiele dafür gewesen.