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Für 600 000 Euro
Ausbau der Kirrberger Straße in Bechhofen beginnt 2018

 Die Kirrberger Straße ist schon seit Jahren in einem desolaten Zustand. 2018/19 wird sie erneuert
Die Kirrberger Straße ist schon seit Jahren in einem desolaten Zustand. 2018/19 wird sie erneuert FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Auch Fußgänger und Radfahrer sollen profitieren. Die Stromkabel kommen unter die Erde. Von Norbert Schwarz

Auf der Bechhofer Prioritätenliste zum Straßenausbau nimmt die Kirrberger Straße den Spitzenplatz ein. Die Erneuerung drängt sich seit Jahren förmlich auf. Nach Klärung vieler Detailfragen kann es im kommenden Jahr nun endlich losgehen. Die Ortsgemeinde investiert 600 000 Euro. Das mit Planung und Bauleitung beauftragte Ingenieurbüro Harald Krupp denkt an eine Fertigstellung in drei Bauabschnitten.

Die Anlieger erfuhren jetzt aus erster Hand, wie das Projekt abgewickelt werden soll, zu dem alle Grundstückseigentümer innerhalb der Ortslage ihr Scherflein beitragen – denn die Kirrberger Straße ist die erste, deren Ausbau mit wiederkehrenden Beiträgen finanziert wird. Ortsbürgermeister Paul Sefrin (CDU) sagte dem Merkur, die kürzlich ermittelte hohe Bausumme lasse erahnen, mit welch hohen Belastungen die Anlieger hätten rechnen müssen, wäre Bechhofen beim Prinzipt der Einmalbeiträge geblieben.

Die 350 Meter lange Straße wird von Grund auf erneuert. Eine Untergrundverbesserung ist dringend notwendig, Planer Krupp geht von einer Tiefe von 20 bis 30 Zentimetern aus. Die neue Fahrbahn wird fünf Meter breit. Weil viele Radler und Wanderer die Kirrberger Straße als Zugang zum idyllischen Kirrberger Tal und den Schlossweihern nutzen, werden links und rechts der Straße durchgängig 1,50 Meter breite Gehwege angelegt. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird mit drei weiteren Lampen ergänzt. Breitband-Leerrohre werden mitverlegt, um schnelles Internet zu ermöglichen. Erschlossen wird mit der Kirrberger Straße auch die Schilfkläranlage der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land unterhalb des Ortsrands. Das Straßengefälle wird künftig zum Lambsbach hin angelegt. So fließe das Oberflächenwasser besser ab, erläuterte Krupp. Das ist mit ein Grund, weshalb sich Ortsgemeinde und Verbandsgemeindewerke zu einer gemeinsamen Maßnahme abgesprochen haben. Der Hauptkanal-Durchmesser wird von 50 auf 70 Zentimeter vergrößert – um den stärksten Regenfall bewältigen zu können, der statistisch innerhalb von 20 Jahren zu erwarten ist.



Bei Feuerwehrübungen war zudem festgestellt worden, dass der Leitungsdruck in der Kirrberger Straße grenzwertig ist. Deshalb wird eine neue 125er-Wasserleitung verlegt. Auch die Hausanschlussleitungen werden erneuert.

Unter die Erde kommen die (bislang über die Dächer geführten) Stromkabel Den Hausbesitzern wird eine längere Umstellungsphase eingeräumt, um den Schaltkasten mit den Zählern in den Keller zu verlegen, falls dies nicht schon geschehen ist. Die Dachständer werden dann später abgebaut.

Vier bis fünf Monate sind im Bauzeitenplan für die Arbeiten der Verbandsgemeindewerke eingeplant. Insgesamt soll die Kirrberger Straße ein Jahr lang Baustelle sein. Die Bauarbeiten werden nächstes Frühjahr ausgeschrieben. In einem „Beweissicherungsverfahren“ wird der Zustand aller Häuser in der Kirrberger Straße erfasst. Dadurch wollen die Bauherren (Orts- und Verbandsgemeinde) späteren Streit mit Hauseigentümern darüber vermeiden, ob Schäden durch die Bauarbeiten oder schon vorher entstanden sind.