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Battweiler
Aufwendiger Ausbau der Blumenstraße

 Die Blumenstraße in Battweiler wird derzeit erneuert. Die Arbeiten sind voll im Gange.
Die Blumenstraße in Battweiler wird derzeit erneuert. Die Arbeiten sind voll im Gange. FOTO: nos
Battweiler. Die Erneuerung der Straße in Battweiler kostet 500 000 Euro. Finanziert wird sie auch über wiederkehrende Beiträge.

Der Ausbau der Blumenstraße läuft. Der Straßenuntergrund ist erneuert, das vorgefundene Leitungsgewirr entflechtet, sozusagen nach modernen Gesichtspunkten strukturiert. Die Leerrohre für das Glasfaserkabel sind verlegt. Für diesen Part sprang, wie bereits beim Ausbau der Lindenstraße, Dipl.-Ing. Klaus Feick in die Bresche und hat Planung wie Ausführung übernommen.

Die beidseitigen Rinnen sind verlegt, ein Subunternehmen schlämmte die verlegten Steine ein. Das obere Teilstück, jenes das in die Windhofstraße übergeht, soll nach Abschluss des jetzigen Ausbauabschnitts folgen. Rund 500 000 Euro wird die Gemeinde in dieses Straßenausbauprojekt investieren. Einen Großteil davon tragen die Battweiler Grundstückseigentümer über die schon länger erhobenen wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge.

Das Ingenieurbüro Harald Krupp aus Waldfischbach-Burgalben ist mit den Planungs- und den jetzigen Bauleitungsarbeiten betraut worden. Nicht schlecht gestaunt haben die Baufachleute feststellen müssen, mit welcher „Leichtigkeit“ in der Vergangenheit Kabelstränge und Leitungen im Untergrund der Blumenstraße verlegt gewesen sind. Von einer „Verlegestruktur“ konnte dabei keine Rede sein. Allenfalls zutreffend die Anmerkung „Leitungswirrwarr“, für das die Verantwortlichen nur einen Oberbegriff kannten: Abenteuerlich.



Nicht allein die Mitarbeiter des bauausführenden Unternehmens Küntzler aus Waldfischbach-Burgalben stöhnten bisweilen unter den Überraschungen, die sich immer wieder auf der Baustelle einstellten. Im Schulterschluss mit der Gemeinde werden auch die Verbandsgemeindewerke von Zweibrücken-Land die notwendigen Erneuerungsarbeiten ausführen. Es käme ja einem Schilderbürgerakt gleich, wollte man bei einer Ortsstraßenerneuerung nicht alles auf den Prüfstand bringen. Die Abwasserleitung ist noch soweit in Ordnung. Erneuert werden musste jedoch die Versorgungsleitung für Wasser. Das Niederspannungsnetz werden die Pfalzwerke wie schon in der Lindenstraße gleichfalls unterirdisch neu aufbauen. Nach Abschluss der Arbeiten und einer entsprechenden Übergangszeit werden deshalb die Versorgungsständer auf den Dächern der ans Netz angeschlossenen Wohnhäuser verschwinden. Erneuert wird zudem die Straßenbeleuchtung. Sechs neue Straßenleuchten werden errichtet. Die Lampenkörper sind allesamt mit LED-Licht ausgestattet. Das hat zur Folge, dass sehr spürbar Stromkosten eingespart werden. Für die neue Straßenbeleuchtung müssen rund 18 500 Euro an ausgaben eingeplant werden.

Das starke Straßengefälle und die Bebauung erschweren die Arbeitsausführung mehr als sonst. Zudem fanden die Straßenbauer im Untergrund harten Fels vor, welcher das Erneuern von Leitungsgräben massiv erschwerte. Um die Baumaterialien zur Baustelle bringen zu können, müssen die Arbeiter längere Anfahrten in Ankauf nehmen. Gleiches gilt für den Abtransport des Aushubmaterials. Um die notwendige Tragfähigkeit des Straßenuntergrundes zu bekommen, musste der Untergrund teilweise bis zu einem Meter ausgetauscht werden.

Schottermaterial wird in den kommenden Tagen eingebaut, ehe der Asphalteinbau erfolgen kann. Die Arbeitsfortführung im oberen Teilstück wird vom Wetter abhängig sein. Alle hoffen, dass zumindest die Aushubarbeiten auch in diesem Straßenabschnitt noch dieses Jahr fertig werden. Der Ausbau der Schulstraße soll dann im kommenden Jahr erfolgen.