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Integrierte Gesamtschule
Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

Michelle, Celine und Kimberly probierten sich im Beruf des Steinmetz aus.
Michelle, Celine und Kimberly probierten sich im Beruf des Steinmetz aus. FOTO: Nadine Bröcker
Contwig. Die IGS Contwig bot einen Berufs- und Studientag an mit Vertretern von Firmen, Hochschule und Handwerkskammer. Von Nadine Bröcker

Während am Dienstagmorgen alle anderen Klassen der Integrierten Gesamtschule Contwig (IGS) zu Ausflügen unterwegs waren, versammelten sich die 109 Schüler der achten Klassenstufe in der Sporthalle. Dort begrüßte sie Schulleiter Thomas Höchst. Er mache immer wieder die gleiche Erfahrung, wenn er sich nach den Berufswünschen seiner Schüler erkundige: Nämlich, dass kaum einer so recht wisse, welchen Beruf er eigentlich ergreifen möchte. „Wir wollen euch dabei helfen, euch Gedanken zu machen und uns entscheiden zu können“, erklärte Höchst den Schülern. Darum organisiere die IGS, insbesondere Lehrerin Christine Nothhaft, auch dieses Jahr wieder den Berufs- und Studientag für die Schüler der achten Klassenstufe.

„Der Berufs- und Studientag liegt zwischen den beiden Pflichtpraktika in der achten und neunten Klassenstufe“, erklärte Nothhaft und riet ihren Schülern: „Hört zu, stellt Fragen zu allem, was euch interessiert!“ Zu diesem Tag waren nämlich zehn Firmen gekommen, die den Schülern nicht nur Rede und Antwort standen, sondern auch Workshops anboten. An je zwei Workshop-Runden mit einer Dauer von jeweils 75 Minuten mussten die Schüler an diesem Morgen teilnehmen.

Bereits im Vorfeld wurden ihnen die Firmen und Schulen und die vorgestellten Arbeitsbereiche mitgeteilt und es durften Wünsche zur Teilnahme an den Workshops geäußert werden. So waren die Bundesagentur für Arbeit, die Bundeswehr, die Hochschule Kaiserslautern, die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Pirmasens, John Deere, das Hotelerieunternehmen Roland Zadra, Profine, die Meisterschule der Handwerkskammer Kaiserslautern, Buchholz-Guss und FRC Pirmasens zu Gast.



Wenig später fanden sich die Schüler in kleinen Gruppen zusammen. In der Küche der IGS war bereits alles für die Workshops vorbereitet. Gemeinsam mit Nadja Leiskau von der Zadra-Gruppe durften sich die Teilnehmer im Serviettenfalten üben, anschließend ging es ans Cocktail mixen, während die andere Hälfte den Beruf des Kochs beim Burger-Zubereiten kennenlernen durfte. Nadja Leiskau ist nicht zum ersten Mal dabei, denn das Konzept gefällt ihr. „Es kommt wirklich was zurück“, lobt sie. Oftmals sehe sie Teilnehmer im späteren Praktikum wieder.

Im Außenbereich der IGS ging es etwas handwerklicher zu. Hier erklärte Christian Gabriel den Schülern nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch den Beruf des Steinmetz und Steinbildhauers. Eine wichtige Aufgabe, denn „wir haben einen Nachwuchsmangel“, erklärte Gabriel.