| 00:00 Uhr

Anonymes Grabfeld: Althornbacher Rat sieht noch offene Fragen

Althornbach. Noch nicht entscheidungsreif ist die Frage, wie in Althornbach mit der Beisetzung von Urnen in einem anonymen Grabfeld verfahren werden soll. Der Ortsgemeinderat und Ortsbürgermeisterin Ute Klein sehen noch Gesprächsbedarf. cos

Der Möglichkeit zur Beisetzung von Urnen in einem anonymen Grabfeld auf dem Friedhof wollen sie die Althornbacher Gemeinderatsmitglieder keineswegs verschließen. Aber, die Sache ist noch nicht spruchreif, erklärte gestern Ortsbürgermeisterin Ute Klein auf Merkur-Nachfrage. Der Beratungspunkt "Friedhofsgestaltung" war nämlich bei der Ratssitzung am Montagabend hinter verschlossenen Türen beraten worden.

"Wir müssen in der Sache noch weiter Bürger-Erforschung betreiben und dann die Dinge auf den Punkt bringen", meinte Ute Klein, die ihrerseits durchaus Handlungsbedarf erkennt und deshalb die deutschlandweit inzwischen immer stärker genutzte anonyme Bestattungsmöglichkeit auch in ihrer Ortsgemeinde einführen möchte. Klein: "Wenn Kinder oder sonstige nahe Verwandte sich nicht mehr um die Grabpflege kümmern, dann sind die Hinterbliebenen vielfach froh, wenn es die Möglichkeit einer anonymen Beisetzung gibt und diese Art der Beisetzung wollen wir auch in unserer Gemeinde eröffnen."

Bei der letzten Diskussion sei aber die Sache einfach noch nicht spruchreif gewesen, so die Ortsbürgermeisterin gegenüber dem Merkur . Gelände für die Anlegung eines solchen Urnenfeldes sei vorhanden. Ob dann die Namen der Beigesetzten an einem Friedensbaum, einer Namenswand oder auf andere Art und Weise festgeschrieben werden, sei noch ebenso ungeklärt wie die Tatsache, ob tatsächlich der Bedarf so hoch wie vermutet ist. "Jetzt haben wir mal die Dinge andiskutiert und werden uns vielleicht schon bald wieder mit der Problematik beschäftigen", sagt die Ortsbürgermeisterin.

Zu Sitzungsbeginn wurde der geprüfte Rechnungsabschluss für das Haushaltsjahr 2010 angenommen und die beantragte Entlastung für die Ortsbürgermeisterin und ihren Stellvertreter erteilt. Am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" nimmt Althornbach teil. Befürwortet wurde ein Antrag der SPD-Fraktion , diesen Teilnahmebeschluss solange gelten zu lassen, bis ein Widerruf erfolgt.