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An der Kriechspur wird gewerkelt

 An der L465 wird fleißig gebaggert, damit der Verkehr demnächst wieder flüssig laufen kann. Foto: voj
An der L465 wird fleißig gebaggert, damit der Verkehr demnächst wieder flüssig laufen kann. Foto: voj
Zweibrücken. Die Bauarbeiten für die Kriechspur der Landesstraße L 465 zwischen Zweibrücken und Mörsbach laufen auf Hochtouren. "Seit 14 Tagen sind wir dabei, die Entwässerungseinrichtungen und Regenrückhaltebecken zu bauen", berichtet Richard Lutz vom LBM (Landesbetrieb für Mobilität) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Zweibrücken. Die Bauarbeiten für die Kriechspur der Landesstraße L 465 zwischen Zweibrücken und Mörsbach laufen auf Hochtouren. "Seit 14 Tagen sind wir dabei, die Entwässerungseinrichtungen und Regenrückhaltebecken zu bauen", berichtet Richard Lutz vom LBM (Landesbetrieb für Mobilität) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. An der Straße selbst werde zur Zeit noch nichts gemacht. Nach den Erdarbeiten, die am Straßenrand durchgeführt werden, müssten die Abwasserkanäle verlegt werden. Einer davon münde direkt in den Schwarzbach. Eine vernünftige Abwasserregelung sei dringend notwendig, damit sich das Regenwasser nicht auf der Straße staut. Wenn dann auch die Regenrückhaltebecken fertig sind, könne mit dem eigentlichen Straßenausbau begonnen werden. Lutz rechnet damit, dass es bis dahin noch gut zwei Wochen dauern kann.Die Straße ist derzeit halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit Ampeln geregelt. Zu größeren Behinderungen ist es nach Informationen des LBM nicht gekommen. Es gebe lediglich kleinere Wartezeiten an der Ampel während des Berufsverkehrs. Während des eigentlichen Straßenausbaus, bei dem auch die Kriechspur angelegt wird, soll der Verkehr von Mörsbach kommend über die Amerikastraße umgeleitet werden. "Laster dürfen dort aber nicht entlang fahren. Sie müssen über Großbundenbach nach Zweibrücken fahren", sagt der Kaiserlauterer LBM-Leiter. Mit Behinderungen sei leider zu rechnen. Der Straßenausbau sei ohne Umleitungen nicht durchzuführen. Immerhin bleibe die Hofenfelsstraße von Sperrungen verschont. Insgesamt kostet das Projekt 1,9 Millionen Euro. Lutz rechnet damit, dass die Bauarbeiten bis zum Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen sind. Die Dauer hänge allerdings auch vom Wetter im Winter ab. Die Kriechspur, über die in Zweibrücken bereits seit fast 20 Jahren diskutiert wird, sei dringend notwendig. So könnten schwere Laster nur sehr langsam den Berg in Richtung Mörsbach hochfahren, was zu Behinderungen für den Autoverkehr führe. In der langen Kurve komme es deshalb immer wieder zu riskanten Überholmanövern. Das haben Verkehrsbeobachtungen des LBM ergeben. Die Straße über die Sickinger Höhe werde von Laster- und Autofahrern vor allem als Abkürzung nach Landstuhl und damit auch Kaiserslautern genutzt.