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Althornbach will Fluten stoppen

Althornbach. Das Dorf Althornbach muss bei extrem starkem Regen mit Hochwasser rechnen. Dann tritt der Hornbach, wie beispielsweise 1993, über seine Ufer. Die Folge sind massive Überschwemmungen, die große Schäden anrichten können Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Althornbach. Das Dorf Althornbach muss bei extrem starkem Regen mit Hochwasser rechnen. Dann tritt der Hornbach, wie beispielsweise 1993, über seine Ufer. Die Folge sind massive Überschwemmungen, die große Schäden anrichten können. Deshalb hat das Mainzer Landesamt für Umwelt Ende 2007 die Universität Karlsruhe mit der Erstellung eines Hochwasserschutz-Konzeptes für das Hornbachtal beauftragt.Dieses wurde gestern von Peter Oberle vorgestellt. Der Diplom-Ingenieur hat dabei auf Erfahrungswerte zurückgegriffen und Abflusshindernisse überprüft. So bringe das Entfernen der Brücke, der Ausbau der Flutmulden und der Ausgleich des Sohlverlaufes nur wenig. "Der Wasserspiegel kann dadurch nur um fünf bis zwölf Zentimeter gesenkt werden", so das Gutachten Oberles.

Das Konzept der Technischen Universität sieht eine teilweise Erhöhung des Rad- und Wirtschaftsweges zwischen dem Buchholzbergerhof bis zur Straßenbrücke zum Bödingerhof vor. Außerdem soll ein Querriegel in der Talaue Richtung Hornbach errichtet werden. Mit den Maßnahmen könne sich das Dorf bis zu einem Hochwasserereignis, das statistisch alle 50 Jahr wiederkehrt, geschützt werden. "Ein absoluter Schutz kann nicht gewährleistet werden", so das Fazit von Ortsbürgermeisterin Ute Klein.

Für den Baudezernenten der Stadt Zweibrücken, Kurt Dettweiler, dürfe durch den Hochwasserschutz im Hornbachtal und des dadurch schnelleren Wasserabflusses der Stadtteil Rimschweiler nicht geschädigt werden. So gebe es in Zweibrücken die Befürchtung, dass es eine Verschärfung der Hochwassergefahr nach unten gebe. Dies wurde indes von Stefan Hill, dem Leiter des Landesamtes für Umwelt, ausgeschlossen. "Hochwasserschutz hat im Land höchste Priorität", versicherte er. Die Investitionen im Land seit 1994 würden bei 1,2 Milliarden Euro liegen.



Landrat Hans Jörg Duppré geht davon aus, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen vom Landkreis finanziert werden. Er rechnet mit einem Landes-Zuschuss von mindestens 80 Prozent.

Kurt Pirmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, entkräftete die Auffassung, dass das Hochwasser der Blies Auswirkungen auf das Hornbachtal habe: "Das Wasser schießt von der Schwalb dem Hornbach und der Felsalb in das Tal. Anders wäre Zweibrücken längst abgesoffen." "Ein absoluter Schutz

kann nicht gewährleistet werden."

Ute Klein, Ortsbürgermeisterin von Althornbach