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Ärger in den Birkhausen

 Sedun Yilmaz und Franziska Ochsner. Foto: cvw
Sedun Yilmaz und Franziska Ochsner. Foto: cvw FOTO: cvw
Zweibrücken. Der RSV Gestüt Birkhausen ist auf der Suche nach einer neuen Anlage. Mit der neuen Leitung des Gestüts haben sich die Reiter zerstritten. Dort sieht man jetzt den Weg frei, um noch einmal bei Null zu beginnen. Cordula Waldow

Drei Monate währte die Kooperation zwischen der ehemaligen Hofherrin, Anja Off, und den neuen Herren auf Birkhausen, Besitzerin Franziska Ochsner und Geschäftsführer Sedun Yilmaz. Zum 1. August wurde Off als stellvertretender Geschäftsführerin gekündigt und außerdem der von ihr für den RSV Gestüt Birkhausen geführte Reitbetrieb aufgelöst. "Wegen unüberbrückbarer Differenzen", sagt das neue Duo. "Aus finanziellen Gründen", ergänzt Off.

Fakt ist, dass mit Anja Off und ihren sieben, im Schulbetrieb eingesetzten Pferden, auch mehr als zehn weitere Einsteller das Gestüt Birkhausen verließen und die meisten bei Familie Oberer in Walshausen einzogen. "Wir bemühen uns, den Reit- und Voltigierbetrieb bestmöglich aufrecht zu erhalten", verspricht der Vorsitzende des RSV Gestüt Birkhausen, Ralf Werner Munkes. Allerdings sei dies nur eine Übergangslösung, sind sich Off und Munkes einig und dankbar für die kurzfristige Aufnahme. Denn der Verein folgte seiner Trainerin mit Sack und Pack, Pferden, Holzpferden für die Voltigierer, Hindernissen für den Springparcours, die irgendwo zwischengelagert sind. Aus diesem Grund sagt der Verein auch das ursprünglich für 20/21. September geplante Reit- und Voltigierturnier ab und sucht jetzt eine neue Anlage mit ausreichend Raum. "Wir sahen unsere sportliche Zukunft auf Birkhausen ohne Anja Off schwinden", erklärt Munkes. "Wir danken dem Verein und Anja Off, die uns den Einstieg hier mit viel Engagement erleichtert haben", betonen Yilmaz und Ochsner. Sie hätten eine Anlage übernommen, die in einem anderen Sinn geführt worden sei als dem ihren. Jetzt sei der Weg frei, um quasi noch einmal bei Null zu beginnen, den Schwerpunkt auf die Pferdezucht zu verlagern.

14 Araber-Pferde und Pintabians stehen mittlerweile in Yilmaz' Zuchtstall, darunter drei Fohlen und eine hoch schwangere Stute. Fünfstellige Beträge erwarten die Züchter für jedes dieser Pferdekinder. Verkauft werden sollen sie in den arabischen Raum. Mit Pferdezucht , Einstellern, einem neu aufzubauenden Reitbetrieb und Gastronomie hält Sedun Yilmaz fest an seinem ursprünglichen Vier-Säulen-Konzept, dazu ein Standort als Wanderreiter-Refugium. Die Gastronomie als erster, wichtiger Schritt, laufe mit ersten Veranstaltungen und zahlreichen Nachfragen für Feierlichkeiten erfreulich, die Zucht werde im kommenden Jahr deutlich erweitert und bezüglich des Reitbetriebs liefen konkrete Verhandlungen.