| 20:45 Uhr

Adventskonzert
Mit „Jingle bells“ in die Herzen des Publikums

 Iuliana und die Skyline-Bigband sorgten für Superstimmung und tiefe Gefühle.
Iuliana und die Skyline-Bigband sorgten für Superstimmung und tiefe Gefühle. FOTO: Cordula von Waldow
Althornbach. 160 Zuhörer waren zum Adventskonzert der Skyline-Bigband „Fine Brass“ gehkommen, um swingenden Weihnachtssongs zu lauschen.

„Premiere mit Bravour gelungen!“ So lässt sich das Adventskonzert der Skyline-Bigband „Fine Brass“ am zweiten Adventssonntag im Bürgerhaus Althornbach mit einem Satz beschreiben. Fast zwei Stunden lang sorgten die 16 Musikerinnen und Musiker mit ihren schwungvoll „swingenden“ X-Mas-Songs für super Stimmung und beste Laune.

Die Mitglieder der Band kommen aus dem Raum Zweibrücken, Pirmasens, Homburg. Nach drei Jahren Pause hatten sie sich im Sommer neu formiert, um mit ihrer abwechslungsreichen, anspruchsvollen Big-Band-Musik auf hohem Niveau ihr Publikum erneut zu begeistern.

Bei 38 Grad im Schatten wurden „Let it Snow“ oder das „Winterwonderland“ einstudiert. Mit Herzblut. Als Eisbrecher in dem mit über 160 Zuhörern voll besetzten Bürgerhaus spielte die Band „The Herald Angel Swing“ und kündigte den himmlischen Engels-Herold mit lautstarker Fanfare an.



„Ihr seid von Stück zu Stück immer besser geworden“, bestätigte am Ende eine faszinierte Zuhörerin. Und richtig, mit jedem neuen Titel, wechselweise angesagt von Bandleader Peter Schuster und Michel Wafzig, spielten sich die Musiker hörbar zunehmend in einen Begeisterungsrausch und rissen ihr Publikum sichtlich mit.

Schließlich war eine Vielzahl der Titel während des Zweiten Weltkrieges als Motivation für die amerikanischen GI‘s, die Frontsoldaten, komponiert worden. Geschickt ausgewählt, inszenierte die Skyline Bigband in den unterschiedlichen US-amerikanischen Weihnachtsklassikern nicht nur die verschiedenen Instrumentengruppen, sondern mit individualisierten Soli auch die einzelnen Musikerpersönlichkeiten, sowohl in den Bläsern als auch am Keybord, bei den Gitarren oder den Drums.

Mit ihrer klingenden Interpretation von „Jingle Bells“, eigentlich ein Kinderlied, das zur Weihnachtszeit wiederholt wurde und seitdem als eines der beliebtesten Weihnachtslieder die Welt umrundet, spielten sich die 16 Musiker kurz vor der Pause endgültig in die Herzen ihrer Zuhörer. Sehr stolz ist die Band darauf, in nahezu Original-Besetzung die anspruchsvollen Arrangements voller Spielleidenschaft umsetzen zu können: Vier Trompeten, fünf Saxophone, zwei Gitarren, Keyboard, Drums und Vocals übertönen, dass mit zwei Posaunen noch zwei weitere Instrumentalisten willkommen sind.

Publikumsliebling jedoch war die Sängerin Iuliana Sucher. „Have yourself a merry little christmas“, lud die dunkelhaarige Schönheit dazu ein, sich selbst ein „kleines Weihnachtsglück“ zu bereiten. In „Santa Baby“ erklärte sie dem Weihnachtsmann flirtend, welch ein „gutes Mädchen“ sie doch war – so viele Männer nicht geküsst – und zählte ihre „bescheidenen Wünsche“ auf.

Mit sichtlicher Freude inszenierten die Männer ihren Star. Das Publikum war von der aussdrucksstarken Stimme der Walshauserin so hingerissen, dass es trotz ausdrücklicher Erlaubnis zum Mitsingen bei „White Christmas“ gebannt lauschte. Dafür wurde das instrumentale „Stille Nacht“ zumindest mitgesummt. Höhepunkt jedoch war Iulianas Interpretation von „All I want for chrismas, is you“. Als sei das Lied einzig für sie komponiert, übermittelte sie stimmgewaltig die Gefühlstiefe hinter dem Weihnachts-Liebeslied. Klatschen, Trampeln, gellende Pfiffe und Bravo-Rufe bewogen die Band dazu, den Titel als zweite Zugabe hinter „Rudolph, the red nosed rendeer“ noch einmal zu spielen.

Für ausgelassene Stimmung hatte als Schlusstitel, das zweistimmig gesungene „Feliz Navidad“, gesorgt, bei dem der ganze Saal schnipste und schunkelte. Mit Kommentaren wie „Einfach super!“ „Ganz großartig!“ „Was für eine Stimme!“ belohnte das Publikum die „alte-neue“ Band.

Mehr Informationen im Internet unter www.skyline-bigband.de.