| 00:00 Uhr

300 Unterschriften gegen Deponie-Erweiterung

 Reger Andrang herrschte gestern Abend im Mörsbacher Dorfgemeinschaftshaus. Es kamen gut 100 Bürger. Foto: gda
Reger Andrang herrschte gestern Abend im Mörsbacher Dorfgemeinschaftshaus. Es kamen gut 100 Bürger. Foto: gda FOTO: gda
Mörsbach. Der Widerstand gegen die Erweiterung der Mörsbacher Mülldeponie nimmt immer konkretere Züge an: Am Montag soll das endgültige Widerspruchsschreiben eingereicht werden – mit hunderten Unterschriften. Von Merkur-RedakteurGerrit Dauelsberg

62 neue Unterschriften gegen die Erweiterungspläne für die Mörsbacher Mülldeponie hat die Bürgerinitiative gegen das Projekt gestern Abend gesammelt. Damit liegt die Gesamtzahl der Menschen, die das Widerspruchsschreiben unterschrieben haben, nach Schätzungen von Initiativen-Sprecher Dennis Nizard bei etwa 300. Allein 100 haben auf dem Online-Formular unterzeichnet. Am Montag soll das Schreiben im Zweibrücker Rathaus fristgerecht abgegeben werden.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung gestern Abend im Dorfgemeinschafthaus, zu der mehr als 100 Bürger kamen, erläuterten Mitglieder der Bürgerinitiative noch einmal die Inhalte des Widerspruchsschreibens, das sich auf die Erweiterung der Mülldeponie bezieht, jedoch nicht auf die erweiterte Genehmigung für die Konditionierungsanlage. Dafür wird noch ein eigenes Schreiben formuliert.

"Wir sind eine richtig starke Truppe", freute sich Initiativen-Mitglied Julia Igel, die die meisten der Einwände vortrug. "Wir haben 30 bis 40 Kritikpunkte aufgelistet", sagte sie. Bewusst seien es so viele: Wenn sich die Mörsbacher entscheiden sollten, zu klagen, könnten nur die Punkte vorgebracht werden, die im Widerspruchsschreiben erwähnt wurden. Kernforderung der Initiative ist, dass die Deponie ausschließlich für die regionale Müllentsorgung verwendet wird - und nicht Müll aus ganz Europa aufnimmt. Durch eine Deponieerweiterung befürchtet man neben gesundheitlichen Belastungen auch zunehmenden Lärm durch mehr Lkw-Verkehr sowie wirtschaftlichen Schaden durch Verfall der Grundstückswerte.

Gestern Abend wurden noch weitere Bedenken aufgenommen, etwa zum Artenschutz oder zur Nähe zum Homburger Uniklinikum. Das Schreiben soll dahingehend noch überarbeitet werden. Zudem wurden weitere Schritte geplant, etwa Fragen an die Stadtratsmitglieder bei der Sitzung am Mittwoch, 26. Februar, 17 Uhr, zu stellen.

Das Widerspruchsschreiben liegt heute und morgen im Naturkostladen in der Zweibrücker Rosengartenstraße aus. Dort sind weitere Unterschriften möglich.