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Zugunsten behinderter Kinder in Peru
Fast 200 Sternsinger in Bechhofen entsandt

 Pastoralreferent Lars Harstick (oben rechts) stimmte die Sternsinger im Segensgottesdienst in Bechhofen auf die Reise durch die Großpfarrei-Orte ein.
Pastoralreferent Lars Harstick (oben rechts) stimmte die Sternsinger im Segensgottesdienst in Bechhofen auf die Reise durch die Großpfarrei-Orte ein. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Die jungen Leute segnen noch bis diese Woche nicht nur bei Christen Häuser in den 21 Orten der Großpfarrei Heiliger Bruder Konrad. Von Norbert Schwarz

Fast 200 kleine und größere Sternsinger und über 70 Betreuer aus der Martinshöher Großpfarrei „Heiliger Bruder Konrad“ stellten sich dieses Wochenende in einer guten, segensreichen Sache. In den 21 Orten der Großpfarrei zwischen Lambsborn und Reifenberg verbreiten sie rund um das immer am 6. Januar gefeierte Fest der Heiligen Drei Könige den diesjährigen Segen und sammeln für die weltweite Sternsingeraktion. Pastoralreferent Lars Harstick hatte die Sternsinger und ihre Betreuerteams mit einem sehr ansprechenden Wortgottesdienst am Freitagabend in der Bechhofer Pfarrkirche „Heiliger Michael“ auf den Weg geschickt.

Ein goldener Stern geht den einzelnen Gruppen voraus. An den Haustüren werden Lieder gesungen, Verse aufgesagt. Mit geweihter Kreide wird dann über der Eingangspforte oder wo es die besuchten Familien wünschen, der Segensspruch angeschrieben: 20* C+M+B+19. Dahinter verbergen sich nicht die Namen der bekannten Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar, wie weitläufig angenommen wird. Es ist nur Zufall, dass diese Anfangsbuchstaben mit denen der drei Könige identisch sind – aber offiziell stehen sie für „Christus Mansionem Benedicat“, Christus segne dieses Haus.

Im Entsendungsgottesdienst erläuterterte Harstick nicht nur diese Bedeutung, sondern auch, was überhaupt hinter den Sternsingeraktionen eines jeden Jahres steht, nämlich anderen Menschen zu helfen. Die Botschaft des Helfens sei nicht an eine Religion gebunden. Deshalb spiele es für die Sternsinger auch keine Rolle, welcher Religion die Menschen zugehörig sind, über deren Türen sie den Segensspruch anbringen. Behinderten Kindern in Peru soll in diesem Jahr die Hilfe der Sternsingeraktion zuteil werden, erklärte Harstick.



Allein bei der letztjährigen Sammelaktion ersammelten die fast 200 Sternsinger der Großpfarrei „Heiliger Bruder Konrad“ auf diese Art und Weise 17 770 Euro, im Jahr wäre ums Haar sogar die 18 000-Euro-Marke geknackt worden. Fast überall waren am Sonntag und sind diesen Montag die letzten Sternsinger-Gruppen, allein in Kleinbundenbach werden auch danach noch im Laufe der Woche zwei Sternsingergruppen an die Türen der Dorfbewohner klopfen und nach dem Anbringen des Segensspruchs um eine kleine Gabe für die hilfsbedürftigen Altersgenossen im südamerikanischen Peru bitten.

Ein kleines Dankeschön hat Pastoralreferent Harstick den 200 Sternsingern schon versprochen: Je nach Alter geht es entweder auf die Bowlingbahn oder den Kids-Spielpark in der World of Fun am Flugplatzgelände Zweibrücken.