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162 Meter, die teuer werden

 Der Einmündungsbereich an der Blumen- und Schulstraße zeigt die Schäden an den Straßen. Foto: cos
Der Einmündungsbereich an der Blumen- und Schulstraße zeigt die Schäden an den Straßen. Foto: cos FOTO: cos
Battweiler. Sind die Kostenschätzungen des Planungsbüros Krupp realistisch, dann muss Battweiler in den Ausbau der Blumen- und Schulstraße viel Geld, rund eine halbe Million Euro, investieren. Norbert Schwarz

Schmal, abschüssig und eng ist sie, die Blumenstraße, welche in Battweiler von der Hauptstraße abzweigt , auf halber Höhe zum heutigen Gemeindehaus und der Konrad-Loschky-Halle als Schulstraße führt und wieder als Blumenstraße am oberen Ende in die Windhofstraße übergeht. Ein Straßenzug, welcher gleichfalls noch auf der Prioritätenliste als Ausbaustrecke im örtlichen Ausbauprogramm der Gemeinde steht und für Gesprächsstoff sorgt.

Die verzwickten Eigentumsverhältnisse sind es, die Kummer bereiten. Kreuz und quer verlaufen die Grundstücksgrenzen. Um den unteren Teil der Blumenstraße nach heutigen Standards ausbauen zu können, müssen die Straßenanlieger mitspielen, müssen etliche Anlieger kleinere Flächen abtreten, damit Fahrbahn und Bürgersteige angelegt werden können. Der Obere Teil der Blumenstraße ist bereits ausgebaut, die restliche Straßenlänge, das sind 162 Meter, muss noch erneuert werden. 2000 Euro sind für den laufenden Meter veranschlagt - ein Glück für die Anlieger der Blumenstraße, dass diese Kosten nach Abzug des Gemeindeanteils nicht mehr von der Anliegern zu erbringen sind, vielmehr alle Grundstückseigentümer des Ortes dafür aufkommen, nämlich über den wiederkehrenden Beitrag. 17 Grundstückseigentümer betrifft es, mit ihnen musste die Verwaltung bei der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land Gespräche führen, weil die Flächenabtretungen noch notwendig sind, damit die Gemeinde das Baurecht zum Straßenausbau erlangen kann. Vorgesehen ist jetzt das volle Ausbauprogramm. Neben Fahrbahn und Gehweg sollen neue Straßenleuchten in den unteren Teil des Straßenzuges kommen und Klaus Feick , der bereits beim Ausbau der Lindenstraße (Kreisstraße) für schnelles Internet mittels Glasfasertechnik sorgte, will auch hier diese Technologie bereitstellen. Seine Forderung: Auch, wenn sich jetzt noch nicht alle für Glasfaser entscheiden können, sollten wenigstens die Leerrohre hierfür in den Boden, um später die Straße nicht wieder aufbrechen zu müssen. In der Blumenstraße steht im Augenblick eine Fahrbahn von 4,35 Meter Breite zur Verfügung , in der Schulstraße sind es 4,50 Meter. Angestrebt wird eine Ausbaubreite von fümf Metern, was eine Gesamtbausumme in der Kostenschätzung von rund einer halben Million Euro ergibt. Wahrlich kein Pappenstiel, zumal das nicht einmal die gesamte Blumenstraße, sondern eben nur besagte 162 Meter von dieser sind.

Für die Verbandsgemeindewerke wird die gemeindlichen Straßenbaumaßnahme gleichfalls wieder ein Kostenfaktor. Der Hauptkanal muss saniert werden, zudem werden die Wasserleitungshausanschlüsse erneuert. Für den Gemeindeanteil hofft Battweiler auf eine Zuwendung aus dem Investitionsstock. Feick schätzt die Kosten für schnelles Internet auf 600 Euro pro Haushalt, das Einblasen der Glasfaser zum Anschluss und das was im hierüfr Haus notwendig ist, nicht eingerechnet.