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SVÖ 100 Jahre Staab
Bauen für die Zukunft, bauen für die nächste Generation!

 Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, überreicht Berthold Staab zum Firmenjubiläum die Kammerehrenurkunde.
Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, überreicht Berthold Staab zum Firmenjubiläum die Kammerehrenurkunde. FOTO: Norbert Schwarz
„Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen!“, lautet ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe. Diese Worte gelten auch für das Bauunternehmen A. und B. Staab in Schmitshausen. Jetzt feierte das Familienunternehmen 100-jähriges Firmenbestehen.

Schmitshausen. Ein nicht alltägliches Firmenjubiläum feierte jetzt die weit über die Region hinaus bekannte Handwerksfirma A. und B. Staab GmbH aus Schmitshausen. Vor 100 Jahren als Straßenbauunternehmen mit Schwerpunkt Pflasterarbeiten (Kopfsteinpflaster) gegründet, haben die Verantwortlichen daraus ein florierendes Tiefbauunternehmen geschaffen. So können heute die 28 Mitarbeiter und zwei Auszubildende auf eine 100-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken.
Dementsrechend außergwöhnlich wurde jetzt das Firmenjubiläum gefeiert. Dem Anlass angemessen waren viele prominente Gäste auf das schöne Firmengelände in Schmitshausen gekommen, an ihrer Spitze die Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, Brigitte Mannert, die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer, Christof Reichert, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, der die verhinderte Landrätin Dr. Susanne Ganster vertrat, und viele weitere Ehrengäste aus Politik und dem öffentlichen Leben.

Betriebsinhaber Berthold Staab, der in dritter Generation die Unternehmenszügel fest in Händen hält, brachte den Gästen im Zeitraffer die bewegten 100 Jahre näher. 1919 gründete sein Großvater Adolf Müller einen Pflasterbetrieb. „100 Jahre sind eine lange Zeit, in der wir nur existieren konnten, weil wir alle gemeinsam das Beste gegeben haben und unser Handwerk stets mit Hingabe ausführten“, betonte Staab und fügte hinzu: „Und eines ist an diesem Jubiläumsabend besonders wichtig oder sogar noch wichtiger. Nämlich der Wunsch, dass wir alle gemeinsam auch die nächsten 100 Jahre unser Handwerk mit Hingabe tun! Der Unternehmenschef ist selbst ausgebildeter Straßenbaumeister. Die Weichen für die Zukunft hat er bereits gestellt. So werden die Töchter Miriam und Kristina gemeinsam mit ihren Ehegatten Ralf und Fabian das Unternehmen B. Staab in der vierten Generation fortführen. Eingebunden in den Betriebsalltag sind sie längst, und Staab kam nicht umhin festzustellen: „Ohne ihre Unterstützung kann ich mir heute die betrieblichen Abläufe schon nicht mehr vorstellen.“
Die Eckdaten zum Unternehmen spiegelten die ständige Aufwärtsentwicklung des Straßenbauunternehmens wider. Fahrrad, Fäustel, Pflasterhammer und hölzerner Pflasterstuhl zählten zu den Arbeitsutensilien, die Firmengründer Adolf Müller bei der Arbeit in vielen Höfen und Ställen auf der Sickingerhöhe begleiteten.

Markante Punkte in der Firmengeschichte sind aber auch die Heirat seiner hübschen Tochter Frieda Müller mit Alois Staab. Sohn Berthold wiederum liebte schon früh den Beruf des Großvaters, und damals schon hieß es, dass der Enkel bestimmt mal ein so gekonnter „Pläschderer“ werden würde wie sein Großvater Adolf.



1959 war die Zeit reif für den ersten Lastkraftwagen. Nach dem Besuch der Meisterschule in Köln, durfte der junge Straßenbaumeister Berthold in den 80er Jahren im väterlichen Betrieb „Vollgas“ geben. Das kam dann auch in der Neufirmierung 1989 mit A. und B. Staab GmbH zum Ausdruck. Mitunter habe das Unternehmen 60 Mitarbeiter gezählt. „Die fortschreitende Modernisierung und Technisierung hat aber zwangsläufig zu einer Verringerung der Beschäftigten geführt“, betonte Berthold Staab am Festabend.
Für die Zukunft wünscht er sich weiterhin engagierte und zufriedene Mitarbeiter, weil nur mit ihnen der Erfolg möglich sei. Apropos erfolgreich: Berthold Staab hielt es zum Schluss mit dem Goethe-Zitat: „Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus – klare Ziele und den brennenden Wunsch sie zu erreichen!“⇥nos/cms