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Gerettete Frau stirbt in Klinik
Zwei Tote bei schwerem Autounfall

Nach einem Auffahrunfall brannten ein Pkw und ein Lieferwagen neben der Autobahn A 65 aus. Die beiden Insassen des Pkw starben.
Nach einem Auffahrunfall brannten ein Pkw und ein Lieferwagen neben der Autobahn A 65 aus. Die beiden Insassen des Pkw starben. FOTO: dpa / Polizei Neustadt
Mutterstadt. Nach einer Kollision stürzen zwei Fahrzeuge einen Hang hinunter und fangen Feuer. Es folgt eine dramatische Rettungsaktion — am Ende überlebt jedoch nur einer der drei Unfallbeteiligten.

Bei einem nächtlichen Auffahrunfall auf der Autobahn A 65 bei Mutterstadt im Rhein-Pfalz-Kreis sind eine Frau und ihr Beifahrer getötet worden. Der Fahrer eines zweiten Wagens konnte sich unverletzt aus dem Auto retten. Beide Fahrzeuge stürzten nach dem Aufprall einen etwa fünf Meter hohen Abhang hinab und brannten aus, wie die Polizei in Neustadt an der Weinstraße gestern mitteilte. Die Behörden machten zunächst keine näheren Angaben über die Opfer. Die Untersuchungen zur Unfallursache dauerten an.

Den Ermittlungen zufolge war ein Lieferwagen aus der Südwestpfalz in der Nacht auf dem rechten Fahrstreifen auf ein Auto aus Bad Dürkheim aufgefahren. Durch die Kollision kamen beide Fahrzeuge am Autobahnkreuz Mutterstadt von der Straße ab, stürzten eine Böschung hinunter und gerieten in Brand. Der Fahrer des Lieferwagens konnte sich unverletzt aus seinem Wagen befreien und die Fahrerin des lichterloh brennenden zweiten Autos bergen.

Jedoch war es ihm wegen der Hitze unmöglich, zusammen mit einem inzwischen eingetroffenen Ersthelfer auch den Beifahrer aus dem brennenden Wrack zu ziehen. Er verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Auch die zunächst gerettete Fahrerin starb etwa zwei Stunden später in einem Krankenhaus. Ein Notarzt hatte sie zunächst noch an der Unfallstelle reanimiert.



Mutterstadt liegt etwa zehn Kilometer von Ludwigshafen entfernt. Die Autobahn A 65 in Richtung Neustadt an der Weinstraße war zwischen dem Autobahnkreuz Mutterstadt und der Anschlussstelle Dannstadt wegen Bergungsarbeiten voll gesperrt.

(dpa)