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Rheinland-Pfalz
Zahl der Verkehrstoten so niedrig wie noch nie

Mainz. Zu wenig Abstand, zu viel Tempo: Auf den rheinland-pfälzischen Straßen krachte es 2019 alle dreieinhalb Minuten. Trotzdem sank die Zahl der Verkehrstoten. dpa

In Rheinland-Pfalz sind 2019 so wenige Menschen wie noch nie seit Beginn der Statistik bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Innenminister Roger Lewentz (SPD) sprach am Donnerstag in Mainz von einem „historischen Tiefstand“. Die Zahl der Unfälle insgesamt ist aber im Vergleich mit dem Jahr 2018 etwas gestiegen. Die häufigste Ursache war ein zu geringer Sicherheitsabstand. Insgesamt seien auf rheinland-pfälzischen Straßen im vergangenen Jahr 153 Menschen gestorben, sagte Lewentz. Im Jahr zuvor habe es noch 166 Verkehrstote gegeben, der höchste bisher verzeichnete Stand sei mit 1241 Toten im Jahr 1971 erreicht worden. „Die Verkehrssicherheit ist in Rheinland-Pfalz auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2019 wurde kein Kind durch einen Verkehrsunfall getötet.“

Gefährlich sei anscheinend der Schulweg. Auf diesem wurden laut Lewentz 114 Kinder verletzt, neun mehr als im Jahr zuvor.

Insgesamt blieb es bei den meisten Unfällen im vergangenen Jahr bei Blechschäden. In rund 30 Prozent der Fälle sei ein zu geringer Sicherheitsabstand die Unfallursache gewesen. Zu hohe Geschwindigkeit folgte auf dem zweiten Platz. Das Land wolle deshalb weiterhin auf Blitzer und Abstandsmessungen setzen, denn ein Appell allein bewirke bei Dränglern nichts.



Die Zahlen beinhalten auch Unfälle mit Radfahrern. 20 von ihnen verloren laut Lewentz im vergangenen Jahr ihr Leben. Das seien neun Menschen mehr als im Vorjahr gewesen. Die Fraktion der Grünen im Landtag hält das für eine „alarmierenden“ Situation. Die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmenden müsse erhöht werden, forderten sie.

In der Westpfalz sind bei Verkehrsunfällen im letzten Jahr 14 Menschen ums Leben gekommen. Auch hier waren es weniger als noch 2018 (23). Entgegen des Landestrends verzeichnete das Polizeipräsidium Westpfalz auch einen leichten Rückgang der Verkehrsunfälle insgesamt.