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Ppfälzische Geschichte
Vortrag „Die Pfalz als Aus- und Einwanderungsland“

Lambsborn (. red) Spannend und detailreich informiert Roland Paul, Direktor i.R. des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde über die Geschichte der Pfalz als Aus- und Einwanderungsland vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

Dazu lädt der Verein Hoffest hilft helfen ganz herzlich am Sonntag, 20. Januar, 17 Uhr ins Gasthaus zum Kuckucksnest in Lambsborn ein.

Im 16. und 17. Jahrhundert ließen sich in der Pfalz viele Wallonen und Hugenotten nieder, die in den Spanischen Niederlanden und in Frankreich ihres evangelischen Glaubens willen verfolgt wurden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Pfälzischen Erbfolgekrieg siedelten sich hier zahlreiche Menschen aus der Schweiz, Tirol, Luxemburg, Italien und anderen Ländern an. Sie trugen maßgeblich dazu bei, das zerstörte Land wieder aufzubauen.

Im 18. Jahrhundert begann dann ein großer Exodus. Die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse bewogen viele Pfälzer, ihre Heimat zu verlassen und nach Nordamerika, Ungarn, Galizien oder Russland zu ziehen. Dort pflegten sie über Generationen ihre mitgebrachte deutsche Kultur. Die Auswanderung setzte sich im 19. Jahrhundert in großem Stil fort. Der Referent, der die meisten Siedlungsgebiete der Pfälzer persönlich kennt, berichtet auch über das Schicksal von Auswanderern aus Lambsborn und Umgebung. Die Veranstaltung ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.