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Investitionen am Stützpunkt
US-Kommandant: Spangdahlem Air Base bleibt bestehen

Jason Bailey, Kommandant der Spangdahlem Air Base.
Jason Bailey, Kommandant der Spangdahlem Air Base. FOTO: Christian Altmayer
Spangdahlem. Jason Bailey, Oberbefehlshaber des Stützpunkts in der Eifel, dementiert Gerüchte, wonach die Truppen abgezogen werden sollen. Von Christian Altmayer, red und dpa

Die Spangdahlem Air Base der US-Luftwaffe in Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich noch länger bestehen bleiben. Der Kommandant der Air Base, Jason Bailey, sagte im Interview mit dem „Trierischen Volksfreund“, die Zukunft des Flugplatzes sei für zehn, zwanzig, wenn nicht sogar für dreißig Jahre gesichert.

Ein Medienbericht der Washington Post hatte kürzlich für Unruhe gesorgt. Laut der Zeitung plant US-Präsident Donald Trump den Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland. Diesen Pressebericht hatte das Pentagon jedoch dementiert – und nun auch der Kommandant. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte nach einem USA-Besuch im Frühjahr noch gesagt, dass die Vereinigten Staaten bis 2023 mehr als zwei Milliarden US-Dollar (gut 1,6 Milliarden Euro) in die rheinland-pfälzischen Standorte investieren wollen. In Spangdahlem sollen demnach etwa 300 Millionen Dollar (mehr als 241 Millionen Euro) investiert werden. Geld fließt in ein neues Krankenhaus und die Vorbereitungen, eine Spezialeinheit mit 1300 Militärangehörigen aus dem englischen Mildenhall aufzunehmen, wo die US-Airbase schließt.

Geplant ist seit langem, dass die Spezialeinheit nach Spangdahlem verlegt wird. Einige Beobachter bestreiten, dass es dazu kommen wird. Bailey bekräftigte nun: „Die Einheit wird 2024 eintreffen – wie geplant. Sonst würden wir nicht so viel in die Air Base investieren.“ Der Kommandant meint damit die Ausgaben für 99 neue Wohnhäuser, eine High School und eine Grundschule hinter dem Zaun. Es werden wohl weitere Kosten auf die Amerikaner zukommen für die Sanierung von Umweltschäden rund um den Stützpunkt.



Mit Blick auf Beschwerden von Anwohnern über Fluglärm betonte Bailey, die US-Piloten starteten nicht häufiger als früher. „Die Taktung ist genau mit den deutschen Behörden abgestimmt. Nur die Zeiten können sich ändern – mal wird früher geflogen, mal später. Sodass mancher Anwohner vielleicht häufiger etwas von den Übungen mitbekommt.“