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ANZEIGE Ich lebe gerne in Lambsborn
Unterwegs auf sagenhaftem Waldpfad

Lindrad Jung, Ehrenvorsitzender der Ski- und Wanderfreunde Lambsborn, vor der vereinseigenen Wanderhütte am „Sagenhaften Waldpfad“.
Lindrad Jung, Ehrenvorsitzender der Ski- und Wanderfreunde Lambsborn, vor der vereinseigenen Wanderhütte am „Sagenhaften Waldpfad“. FOTO: Volker Baumann
Am 25. und 26. August finden die inzwischen 42. Internationalen Volkswandertage in Lambsborn statt. Von Volker Baumann

Lindrad Jung, seit diesem Jahr Ehrenvorsitzender der „Ski & Wanderfreunde Lambsborn“, freut sich auf die 42. Internationalen Volkswandertage, die vom 25. bis 26. August in Lambsborn über die Bühne, besser gesagt größtenteils durch den Wald gehen. Er selbst, mit über 35 000 Kilometer per pedes schon fast die Welt umrundet, kann bereits auf 2885 Teilnahmen an solchen Wandertagen zurückblicken. Mit seinen 77 Jahren ist er ab und zu immer noch gerne auf Schusters Rappen unterwegs und beteiligt sich, wie auch früher schon, an der Organisation der Veranstaltungen.

Als Gründungsmitglied war er 25 Jahre erster Vorsitzender des Vereins, dem jetzt Frank Moll vorsteht und der jetzt die Internationalen Volkswandertage ausrichtet. „Früher sind  einmal 13 000 Personen an solchen Tagen unterwegs gewesen, davon ungefähr 7000 amerikanische Soldaten mit vollem Marschgepäck“, schwärmt der Senior von alten Tagen. Tausende Wanderer begäben sich aber auch heute noch auf die Strecke des Prädikatswanderwegs „Sagenhafter Waldpfad“, der, wie der Name schon sagt, zu 90 Prozent im schattigen Wald verläuft. Trotzdem kann jeder auf den angebotenen vier Strecken ab und zu Sonne und neue Energie tanken. Neue Energie an den eingerichteten Verpflegungsstellen, die auch kostenlos Tee anbieten. 80 Helfer seien an den beiden Tagen im Einsatz, wenn es bereits morgens um sieben Uhr am Dorfgemeinschaftshaus losgeht und nachmittags um 17 Uhr die Letzten von ihrer Tour durch die Natur zurückkehren. Es gehe dabei nicht um Zeiten, sondern nur um das Erlebnis und die Möglichkeit, mit den absolvierten Strecken eine entsprechende Wanderwertung zu bekommen.

Dazu gibt es Kontrollstellen auf den sechs, zehn, fünfzehn und 21 Kilometer langen Strecken, bei denen man sich seinen Stempel abholen kann. Der Wandertag werde nach den Richtlinien des Deutschen Volkssportverbandes (DVV) durchgeführt und für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet. „Wir haben mal einen neuen Schlenker eingebaut“, erläutert Lindrad Jung die Idee einer neuen Streckenvariante auf dem Prädikatsweg, der sehr viele Möglichkeiten zu Variationen biete. Unterwegs kommen die Wanderer auch an der vereinseigenen, am Waldrand gelegenen Hütte vorbei, die ab und zu für Veranstaltung genutzt wird, aber auch zu Feierlichkeiten vermietet werden kann. An eine bemerkenswerte Geschichte denkt Lindrad Jung immer noch gerne: Ein amerikanischer General sei einmal mit Gefolge aus den USA extra nach Ramstein geflogen, um an der Volkswanderung teilnehmen zu können – als Dank, dass man ihm einen mehrfach in die USA verschickten und dreimal beim Transport zerbrochenen Ehrenteller, zuletzt in aufwändiger Spezialverpackung doch noch heil habe zukommen lassen. Übrigens: Nach der Wanderung steht im Dorfgemeinschaftshaus für alle eine Großverpflegung bereit. „Die Erbsensuppe, die es früher gab, war aber auch immer gut“, verrät der Wander-Senior zum Schluss. ⇥bav



Das Kriegerdenkmal auf dem Vorplatz des Lambsborner Friedhofs.
Das Kriegerdenkmal auf dem Vorplatz des Lambsborner Friedhofs. FOTO: Volker Baumann