| 23:27 Uhr

2017 acht Prozent mehr als 2016
Trotz intensiver Landwirtschaft: Mehr Feldhasen in Rheinland-Pfalz

25.03.2018, Brandenburg, Sachsendorf: Ein Feldhase (Lepus europaeus) mit angelegten Ohren ist in einem vom Morgentau nassen Getreidefeld zu sehen. Der Feldhase wird auch auch Lampe, Löffelmann, Mümmelmann oder Krummer genannt. Seine Löffel werden 8,5 bis 13 Zentimeter lang. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
25.03.2018, Brandenburg, Sachsendorf: Ein Feldhase (Lepus europaeus) mit angelegten Ohren ist in einem vom Morgentau nassen Getreidefeld zu sehen. Der Feldhase wird auch auch Lampe, Löffelmann, Mümmelmann oder Krummer genannt. Seine Löffel werden 8,5 bis 13 Zentimeter lang. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: Patrick Pleul / dpa
Mainz. Dem Feldhasen geht es in Rheinland-Pfalz wieder etwas besser. Der Bestand habe 2017 im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als acht Prozent zugenommen, teilte der Landesjagdverband (LJV) jetzt mit. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagte Sprecher Günther Diether Klein.

Dem Feldhasen geht es in Rheinland-Pfalz wieder etwas besser. Der Bestand habe 2017 im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als acht Prozent zugenommen, teilte der Landesjagdverband (LJV) jetzt mit. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagte Sprecher Günther Diether Klein.

Rheinland-Pfalz liege mit 15 Feldhasen pro Quadratkilometer auf Feldern und Wiesen über dem Bundesschnitt von elf. Der Zuwachs, erklärte Klein, liege aber auch daran, dass das vorletzte Jahr für den Hasen ein besonders schlechtes gewesen sei. „Vor allem die Witterung macht dem Feldhasen zu schaffen.“ Sei das Frühjahr sehr feucht und kalt, kämen die Jungtiere nicht durch.

Wie der LJV fordert auch der Landesverband des Naturschutzbundes (Nabu) eine abwechslungsreichere Vegetation. Die intensive Landwirtschaft mache den Tieren das Leben schwer. „Die Hasen finden zwischen den Ackerflächen nur noch wenige Verstecke und fast keine Wildkräuter mehr“, sagte Sprecherin Kerstin Schnücker. „Der Feldhase hat es, wie in den vergangenen Jahren auch, immer noch schwer.“



Ernst, aber nicht dramatisch schätzt Holger Hellwig die Situation ein. „Der Feldhase kommt zurecht“, meinte der Biologe. Vor allem durch seine Anpassungsfähigkeit. Und doch: „Vor 30 bis 40 Jahren, gab es vielleicht zehn Mal so viele Hasen.“ Wie auch der Nabu kritisiert Hellwig die Landwirtschaft. „Die ist das Hauptproblem.“ Der Biologe fordert vor allem einen weniger flächendeckenden Einsatz von Pestiziden.

Der Feldhasen-Bestand hat sich leicht erholt.
Der Feldhasen-Bestand hat sich leicht erholt. FOTO: Julian Stratenschulte / dpa