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Wallhalben
Wenn alle mit anpacken, wird es was

 In Wallhalben wurde jetzt die Wiedereröffnung des zentralen Spielplatzes gefeiert.
In Wallhalben wurde jetzt die Wiedereröffnung des zentralen Spielplatzes gefeiert. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden haben die Wallhalber den Spielplatz in der Gartenstraße saniert. Von Norbert Schwarz

(cos) Der zweistufige Kinderspielplatz in der Gartenstraße in Wallhalben erstrahlt im neuen Glanz. Der Geruch des Neuen haftet den beiden Plätzen am Hang noch an, am Samstag jetzt, nach wochenlanger Arbeit, konnten die von Grund auf sanierten Spielplätze ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben werden. Bei herrlichem Wetter und mit einem riesigen Kinderzuspruch aus dem Ort. Ortsbürgermeister Berthold Martin, selbst mehrfacher Großvater, strahlte mit den Kleinen um die Wette über das gelungene Renovierungswerk, in das 300 freiwillige Arbeitsstunden und rund 20 000 Euro an Barem investiert wurden.

 Die Überarbeitung des in die Jahre gekommenen, öffentlichen Spielplatzes im Wohngebiet oberhalb der protestantischen Kirche hätte besser überhaupt nicht ausfallen können. Bevor Martin noch wortreich den zahlreichen Helfern seinen Dank für die ehrenamtliche Mitarbeit aussprechen konnte, hatten die Kleinen von den neuen Einrichtungen des Spielplatzes Besitz ergriffen. Turnten auf dem Spielturm umher, ließen Sand rieseln, testeten die Rutschen oder übten sich im Klettern.

Vor 40 Jahren gab es schon mal ähnliche Eindrücke, wie so mancher Vater und manche Mutter bei den Dialogen auf dem Platz berichteten. Damals standen sie als Kinder gleichfalls im Mittelpunkt. Viele haben inzwischen eigenen Nachwuchs und präsentierten sich jetzt am Samstags in der verständnisvollen Elternrolle, wie sie offen zugaben. „Solche Erlebnisse sind doppelt schön“, merkte Ortsbürgermeister Martin an, der in seiner kurzen Ansprache nochmals auf den desolaten Spielplatzzustand zu sprechen gekommen war.



Und hätte es noch eines bildhaften Beweises dafür bedurft, die noch zwischengelagerten Teile der nicht mehr verwendungsfähigen Spielgeräte, abgebaut am Zaunrand zwischendeponiert, gaben Zeugnis dafür ab. Die nicht mehr aktive Arbeiterwohlfahrt Wallhalben spendete ihre Kassenrestbestand für die Spielplatzsanierung im Ort. Die 20 000 Euro seien eine gute finanzielle Grundlage gewesen, stellt der Ortsbürgermeister fest und lobt das Engagement  zahlloser, ehrenamtlicher Helfer bei den Arbeitseinsätzen. Martin: „Die Spielplätze in Hanglage haben keine breite Zufahrt, vieles musste per Hand herangeschafft werden. In einem Zweibrücker Baumarkt erstanden wir zu günstigen Konditionen einen kleinen Muldenkipper. Das hat die Handarbeit dann wesentlich erleichtert“. Für 6800 Euro wurden Baumaterialien angeschafft, Baggerarbeiten waren in Höhe von 1500 Euro angefallen und 300 freiwillige, unentgeltliche Arbeitsstunden sind für die Platzerneuerung verbucht. Spielturm, Rutschen, Wippe, Federgeräte und Klettermöglichkeiten stehen jetzt den Kleinen zur Verfügung, der Spielplatz in der Lärchenstraße kommt als nächste Einrichtung gleichfalls für eine Sanierung von Grund auf an die Reihe. Aufgegeben wird ein nicht mehr frequentierter Platz in der Bornbachstraße. Berthold Martin sieht darin allerdings keinen Nachteil für die Kleinen, weil zudem noch auf dem Freizeitgelände bei der Grundschule und dem Spielplatz des Kindergartens Spielmöglichkeiten bestehen.