| 23:54 Uhr

Ortsgemeinderat Wallhalben
Weg frei für neue Spielgeräte 

Mit den Ausbauarbeiten in der Hofstattstraße geht es voran.
Mit den Ausbauarbeiten in der Hofstattstraße geht es voran. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Kontroverse Diskussion im Wallhalber Rat zu Investition. Hofstattstraße: Erste Asphaltschicht wird bald aufgebracht.

Für fast 32 000 Euro kauft die Gemeinde Wallhalben neue Spielgeräte für die Kinderspielplätze in der Garten- und Lerchenstraße. Um die Maßnahme wurde im Rat hart gerungen. Gleich vier Ratsmitglieder enthielten sich ihres Stimmrechtes. Drei waren gegen den Spielgerätekauf und mit fünf Ja-Stimmen brachte schließlich Ortsbürgermeister Berthold Martin die Sache unter Dach und Fach.

Das Spielen auf den beiden Plätzen im Ort ist schon lange Zeit für die Kinder nicht mehr möglich. Der Zahn der Zeit nagte an den Geräten, die allesamt aus Holz gefertigt waren und durch die Umwelteinflüsse gealtert waren. So stark, dass die Plätze von der Gemeinde geschlossen wurden, weil sie den technischen Anforderungen nicht mehr entsprachen.

Wie Martin erläuterte, sollen wieder die gleichen Geräte auf die Plätze kommen, nur diesmal aus widerstandsfähigem Material. Bei den beiden Spieltürmen wird es gewisse Abweichungen geben, doch diese seien den Platzzuschnitten geschuldet.



Martin legte in der Sitzung eine Bestellliste vor, in welcher die Spieltürme, Kletterhäuschen und Pony- und Lkw-Wippen preislich aufgelistet waren. Im Haushalt sind Gelder für die Neuanschaffung der Spielgeräte in Höhe von rund 11 500 Euro bereitgestellt, aus dem Auflösungsvermögen der früher einmal im Ort aktiven Arbeiterwohlfahrt (Awo) bekommt die Gemeinde eine sachgebundene Spende von 20 000 Euro. Mit dem örtlichen Awo-Treuhänder Grunder, so der Ortsbürgermeister, sei der Spielgerätekauf abgesprochen. Die zur Verfügung stehenden Mittel sollten ausreichend sein, um den Gerätekauf zu finanzieren, durch Rabatte sei es zudem gelungen die Kosten etwas zu drücken.

Martin erwartet zudem Eigenleistungen beim Aufstellen und Herrichten der Spielplätze, sodass die Kinder spätestens im Frühjahr wieder auf der Anlagen in der Garten- und Lerchenstraße kindgerecht spielen könnten. Jetzt war die Zustimmung zur Bestellung, die der Ortsbürgermeister selbst ausgearbeitet hatte, erforderlich.

„Du entscheidest, wir beschließen – so einfach geht das nicht“, monierte das Ratsmitglied Wilhelm Jung (FWG) und erinnerte an die Sitzung vom 22. Juli dieses Jahres, wo genau besprochen worden sei, wie in der Sache Spielplatzerneuerung vorgegangen wird. Rückenstärkung bekam Jung durch Karl Dreßler (FWG), welcher dafür plädierte, bei der jetzigen Gestaltung die Eltern mit ins Boot zu holen. Lothar Schäfer (SPD) warf die Unterhaltungsfrage auf, wollte wissen, ob die Plätze überhaupt angenommen werden und stellte die Frage nach der Zahl der Kinder, die im Umfeld der beiden Plätze wohnen. Für die Ortsbeigeordnete Christine Burkhart war diese Grundsatzdiskussion dann doch zu viel.

„Seit zwei Jahren diskutieren wir um die Erneuerung, nichts ist passiert außer Diskussionen. Eltern und Kinder warten, die Sache muss jetzt entschieden werden.“ Schließlich wurde, wie erwähnt, abgestimmt.

Nächster Punkt war der Abschluss eines Gasliefervertrages mit Aufstellen eines Gastankes bei der Leichenhalle. Auf neun Jahre soll jetzt ein Vertrag mit dem Unternehmen Knauber-Gas geschlossen werden. Dies ist der gleiche Lieferant, der bereits für das Ludwig-Katz-Haus das Flüssiggas liefert. In der Leichenhalle war bisher eine Elektroheizung installiert. Sie hatte erhebliche Kosten verursacht.

Im Gemeindewald will der Rat weiterhin das letzte Wort haben, wenn es um den Holzeinschlag und die Vermarktung geht. Die Waldverpachtung nach dem Vorbild Großsteinhausen ist für Martin keine überzeugende Lösung. „Wenn wir der Holzvermarktungs-AG beitreten, behalten wir die Regie über unser Holz“ fand er. Der Beitritt wurde deshalb einstimmig beschlossen. Für den Kauf eines neuen Rasenmähers werden 4500 Euro investiert und mit Blick auf den Ausbau der Hofstattstraße informierte der Ortsbürgermeister, dass noch vor Wintereinbruch die erste Asphaltschicht aufgebracht werden soll.