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Wasserzweckverband
Wasserzweckverband und Werke stehen gut da

Thaleischweiler-Wallhalben. Trotz Verlust beim Wasserwerk wurde 2016 ein Gewinn erwirtschaftet. Der Werkleiter fordert ein Konzept für 20 Jahre. Von David Oliver Betz

Der Wasserverband Sickinger Höhe-Wallhalbtal und der Werksausschuss der Verbandsgemeinde haben getagt. Ergebnis: Der Zweckverband hat 2016 rund 28 000 Euro Gewinn erwirtschaftet, das Kanalwerk 18 000 Euro plus und das Wasserwerk etwa 115 000 Euro Verlust gemacht.Damit liegen Zweckverband und Kanalwerk im normalen Bereich. Der Verlust des Wasserwerkes liegt laut Werkleiter Joachim Becker an dem alten Netz. „Da wurde in den letzten Jahrzehnten zu wenig gemacht. Jetzt sind wir mit Rohrbrüchen und Ausbesserungen beschäftigt. Das kostet leider viel Geld.“ Deshalb fordert er ein umfassendes Konzept für die kommenden 15 bis 20 Jahre: „Wir müssen genau den Zustand des Netzes erfassen und dann Schritt für Schritt daran arbeiten, es zu verbessern, auszutauschen und damit die laufenden Kosten einzudämmen.“

Erste Erfolge seien bereits sichtbar. Als man die Verbandsgemeinden Thaleischweiler und Wallhalben fusioniert habe, seien die Leitungsverluste bei 22 Prozent viel zu hoch gewesen. Nun sei man immerhin schon bei 15 Prozent. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Die Berichte der Wirtschaftsprüfer bestätigten, dass bei der Organisation, Abrechnung und Buchhaltung alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Dementsprechend wurden die Abrechnungen für 2016 vom Zweckverband beziehungsweise dem Ausschuss für die Werke festgestellt und der Prüfbericht ohne Einwände durchgewunken. Insgesamt stünden Werke und Zweckverband demnach ordentlich da, auch im Vergleich zu ähnlich großen Werken und Verbänden.

Der Werksausschuss empfiehlt dem Verbandsgemeinderat, die von Becker vorgetragenen Wirtschaftspläne für Kanal- und Wasserwerk für 2018 zu genehmigen. Beim Kanalwerk sieht der Plan demnach Investitionen von rund 6,45 Millionen Euro vor, beim Wasserwerk von 1,26 Millionen. Die hohen Investitionen werden unter anderem mit Neubaugebieten und Erneuerung von Mischwasserkanälen erklärt. „Das summiert sich“, so der Werkleiter.



Die Haupt- und Zweibrückerstraße in Reifenberg bekommen eine grabenlose Kanalsanierung. Per Inliner-Verfahren wird der Kanal von innen mit einem Kunststoffrohr abgedichtet. Der Auftrag hierfür ging einstimmig an den günstigsten Bieter, die Jeschke Umwelttechnik aus Stutensee für rund 215 000 Euro.

Der Jahresvertrag der Verbandsgemeindewerke für 2018 und 2019 wurde an die Firma MHB Bau aus Hauptstuhl vergeben. Sie war auch bisher für die Arbeiten beauftragt. Sie erhält mit 181 000 Euro nun rund 30 Prozent mehr als bisher. Bereits in einer der früheren Sitzungen wurde erklärt, dass die Firma nicht mehr in der Lage sei, für das gleiche Geld zu arbeiten, auch wegen der Fahrwege. In der Ausschreibung war sie dennoch günstigster Bieter. Becker dazu: „Das hängt auch mit der wirtschaftlichen Lage zusammen, die Auftragsbücher sind voll. Von elf angeschriebenen Firmen haben allerdings auch nur sechs ein Angebot abgegeben.“

Der Kanal samt Hausanschlüssen und die Wasserversorgung werden in der Birken- und Friedhofsstraße in Höhfröschen erneuert. Die Firma Staab aus Schmitshausen bekam hier den Zuschlag für 611 000 Euro. Sie war der günstigste Bieter.