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Jetzt drei Kandidaten für Martin-Nachfolge
Frank Schäfer will Wallhalber Ortsbürgermeister werden

 Frank Schäfer (Bild) betont, er würde einiges anders machen als Amtsinhalber Berthold Martin.
Frank Schäfer (Bild) betont, er würde einiges anders machen als Amtsinhalber Berthold Martin. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Aller guten Dinge sind drei. Für die Wähler aus Wallhalben wird dieses Sprichwort bei der Kommunalwahl am 26. Mai besondere Bedeutung haben, denn drei Bewerber kandieren als Ortsbürgermeister. Als Letzter hat nun der 46-jährige Landwirt und Familienvater Frank Schäfer den Hut in den Ring geworfen, um Nachfolger von Berthold Martin (FWG) zu werden. Von Norbert Schwarz

Schäfer ist der Bewerber der Wählergruppe Lauer. Zuvor hatten bereits Christine Burkhard (FWG) und Peter Sprengart (CDU) ihre Kandidatur erklärt (wirberichteten).

„Nachdem in der Gemeinde so viel falsch läuft und keine Besserung in Sicht ist, wollen wir mit eigener Kraft den kommunalpolitischen Alltag von Wallhalben umkrempeln und für eine Besserung sorgen“, sagt Schäfer und ereifert sich regelrecht bei der Aufzählung von Punkten die nach seiner Einschätzung belegen, was in Wallhalben unter der Amtszeit von Ortsbürgermeisters Martin nach seiner Einschätzung alles schief gelaufen und falsch ist.

„Erst jetzt wurden wieder Aufträge zum Freischneiden von Wirtschaftswegen erteilt, ohne dass dafür eine Beauftragung durch den Rat vorliegt. Das geht einfach nicht und deshalb bin ich bei der Kommunalaufsicht auch schon wieder vorstellig geworden.“



Auch die gegenwärtige Haushaltssituation bringt Frank Schäfer regelrecht auf die Palme. „Da wird Geld ausgegeben, ohne eine Gegenleistung dafür zu haben. Was allein beim jahrelangen Projekt Stuhlbach-Renaturierung vorfalle, spottet jeder Beschreibung.“ Es sei einfach eine Tatsache, dass stets von Zuschüssen und Auflagen gesprochen werde, sich in der Realisierung des Vorhabens aber nichts tue. „Einmal ganz davon abgesehen, dass die Ortsgemeinde wohl finanziell nicht in der Lage, ist ihren Eigenanteil zu finanzieren. Also müssen wieder Kredite aufgenommen werden oder die Sache dümpelt weiter vor sich hin.“ Vor allem die Gemeindefinanzen gelte es in Ordnung zu bringen, das hat sich Frank Schäfer zum Hauptziel gemacht, sollten ihm die Wähler ihr Vertrauen schenken.

Keine Transparenz sieht Frank Schäfer zudem beim eingeführten wiederkehrenden Straßenbeitrag. „Man muss nur einmal schauen, wie viele Widersprüche es dazu schon gegeben hat und weiterhin geben wird. Davon einmal abgesehen, dass wir mit ordentlichen Reparaturen an den Straßen billiger zum Ziel kämen.“