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Beschluss des Ortsgemeinderates
Wallhalben macht beim Dorfcheck mit

 Beim „Dorfcheck“ ist die Ortsgemeinde Wallhalben (Bild) dabei.
Beim „Dorfcheck“ ist die Ortsgemeinde Wallhalben (Bild) dabei. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Das Projekt des Landes soll kleine Orte durch verschiedene Maßnahmen fit für die Zukunft machen. Von Norbert Schwarz

Beim Dorfcheck gingen in der Ratssitzung in Wallhalben die Abstimmungshände aller Ratsmitglieder hoch und Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard durfte eine ungeteilte Zustimmung bei diesem Beratungspunkt feststellen. Anders die Situation zur Frage: „Nehmen wir dieses Jahr am Wettbewerb - Unser Dorf hat Zukunft teil?“ Diesmal blieben die Hände auf dem Tisch, also ein eindeutiges Nein.

„Wir haben tatsächlich derzeit auch wenig vorzuweisen, was uns in diesem Wettbewerb in die Erfolgsspur bringen würde“, stellte die Ortsbürgermeisterin in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest und erinnerte zugleich daran, dass es nicht das erste Jahr sei, in welchem Wallhalben sich nicht zu einer Wettbewerbsteilnahme durchringen könnte. „Natürlich wissen wir, dass gerade der Landkreis Südwestpfalz in diesem landesweiten Wettbewerb zahlenmäßig mit den meisten Ortschaften vertreten ist und wir die Kreisbemühungen auch liebend gern aus diesem Blickwinkel unterstützen würden. Aber allein nach dem olympischen Geist, dabeisein ist alles zu verfahren, wollen wir eigentlich nicht. Wenn schon, dann mit ganzer Schaffenskraft und die benötigen wir im Augenblick noch für andere Dinge“, versichert Christine Burkhard und betont dabei, dass das in der Frage des „Dorfchecks“ beispielsweise ganz anderes aussehe.

In einer Dienstbesprechung der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister hatte Landrätin Susanne Ganster diesen „Dorfcheck“, welchen das Land entsprechend initiiert und fördert, vorgestellt. Kleine Ortschaften im Land sollen demnach eine Zukunftschance bekommen. Mit professioneller Unterstützung sollen sie sozial, infrastrukturell und baulich auf den Prüfstand kommen und, wenn es möglich ist, fit gemacht werden. Natürlich unter Einbeziehung der Dorfbewohner. Burkhard: Es wird auch eine Dorfmoderation geben, allerdings werden spezielle Fragebögen an die Dorfbewohner verteilt, eingesammelt und ausgewertet. Zudem gibt es das direkte Gespräch.“ In acht Modellgemeinden haben die Landesverantwortlichen bereits reichlich Erfahrung sammeln können. Die Testphase ist nunmehr abgeschlossen. Diese war im Herbst 2014 angelaufen.Die Testorte aus den verschiedenen Verbandsgemeinden waren schwerpunktmäßig in der Eifel angesiedelt. Melden sich mehr als die Hälfte der mehr als 80 Ortschaften auch aus dem Landkreis Südwestpfalz für diesen Dorfcheck an, dann können auch hierzulande die Orte von diesem „Dorfcheck“ partizipieren.



Die Entlastung zur Rechnungsprüfung für das Jahr 2017 wurde vertagt. Frank Schäfer (WG Schäfer) und Peter Sprengart (CDU) meldeten noch Klärungsbedarf durch die Verbandsgemeindeverwaltung an. Zur Kenntnis nahmen die Ratsmitglieder dagegen die Feststellungen der überörtlichen Rechnungsprüfung. Eine Zustimmung zu den einzelnen Punkten war nicht notwendig. Wie die Ortsbürgermeisterin vortrug, sei auch nichts Wesentliches beanstandet worden. Beim Kindergartenzweckverband gab es kleinere Ungereimtheiten, die nunmehr von der Verwaltung auszubügeln seien, so Christine Burkhard. Zugestimmt wurde der Machbarkeitsstudie für Kindergarten und Grundschule (wir berichteten). Akzeptiert haben die Ratsmitglieder auch die Notwendigkeit, beim großen Turnsaal des Kindergartens eine „Beschattung“ vorzunehmen, weil dieser Raum derzeit als Schlafstätte mitgenutzt wird. Die Kosten belaufen sich auf rund 14 000 Euro, ein Fachunternehmen aus Pirmasens wird die Arbeiten ausführen. Der Kreis steuert einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent bei, vom Land gibt es daneben 5000 Euro.