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Höhepunkt im August
Wallhalben feiert 750. Geburtstag

 Blick auf Wallhalben.
Blick auf Wallhalben. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Für die Vorbereitungen zum Jubiläum soll eigens eine App entwickelt werden. Von Norbert Schwarz

In diesem Jahr wiederholt sich die erste urkundliche Erwähnung von Wallhalben, dem späteren Marktflecken und Sitz einer Verbandsgemeinde gleichen Namens, zum 750. Mal. Für Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard, die Ratsmitglieder und natürlich die Bürger des Ortes eine passende Gelegenheit, dieses gewiss nicht alltäglich Jubiläum in würdiger Art und Weise zu feiern. Höhepunkte der Feierlichkeiten werden fraglos der 21. und 22. August sein. Dann konzentriert sich alles auf das Gemeindejubiläum und hat mit einem historischen Umzug seinen Höhepunkt.

Die Vorbereitungen für das Fest laufen. „Die Jugend wird sich besonderes engagieren und das freut mich, denn sie ist die Zukunft des Dorfes, sie werden einmal unsere Plätze einnehmen und deshalb finde ich es ganz toll, wenn sich Jugendliche auch für ein solches Ereignis interessieren und mitarbeiten“, schwärmt die Ortsbürgermeisterin. Die Zeit drängt, denn bis zu den Festtagen verbleiben gerademal noch fünf Monate. Mit einer speziellen „Dorf-App“ und einer Präsentation wichtiger Daten und Fakten aus der Dorfgeschichte soll dies nachhaltig und keineswegs allein auf das Dorfjubiläum bezogen geschehen.

In der Geschichtswerkstatt soll die Grundlage dafür gelegt werden, dass Vergessenes wieder ins Bewusstsein aller gerückt wird. Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard: „Wenn unsere Heimatgemeinde beispielsweise auf Tourismus und Naherholung reduziert wird, dann kann dadurch leicht ein falsches Bild entstehen. Unsere Gemeinde hat mehr zu bieten und viele Dingen sind noch heute so greifbar und lebendig, dass ein Erinnern daran auch für die Zukunft befruchten kann. So können wir beispielsweise stolz darauf sein, dass unser Dorf als „Marktgemeinde“ mit seiner seit Hunderten von Jahren ausgeprägten Struktur auch die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region wesentlichen mitgestaltet und beeinflusst hat.“



Meist sind es honorige Damen und Herren eines Ortes, die sich mit der Geschichte der jeweiligen Kommune befassen. In der Wallhalbener Geschichtswerkstatt werden junge Menschen zusammen mit Erwachsenen Rückschau halten und die Vergangenheit des Ortes aufarbeiten. Die Macher um Ortsbürgermeisterin Burkhard wünschen sich vor allem eines: Jede Menge Impulse aus der Dorfbevökerung. Eine Homepage im Internet soll zugleich mit der Geschichtswerkstatt gekoppelt werden. Zur Förderung der dörflichen Kommunikation ist die erwähnte „Dorf-App“ ein Mittel, um gleichgesinnte Bürger schnell mit einander in Verbindung treten zu lassen. „Was früher einmal die Dorfschelle war, soll heute mit der App passieren. Eben zeitgemäss im digitalen Zeitalter“, stellt die Ortsbürgermeisterin fest und hat ein griffiges Beispiel parat: „Wenn heute Helfer, etwa zum Aufbauen von Buden für ein Marktereignis gebraucht werden, dann schreibt man dies in eine Gruppe. Informiert, bekommt Nachrichten  und führt nicht allein in dieser Gruppe Menschen zusammen.“

Die Gemeinde geht davon aus, dass für diese App vom Frauenhofer Institut, Abteilung Experimentelle Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern das passende Hintergrundwissen beigesteuert wird. Im Rahmen der Initiative „Digitale Dörfer“ soll das Institut dieses Projekt begleiten. Die Geschichtswerkstatt wird übrigens durch das Programm „Leader-Pfälzerwald“ gefördert und ist mit 95 Punkten bei der Projektbewertung benotet worden.