| 20:25 Uhr

Neuer Nettomarkt
Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk

Rieschweiler-Mühlbach. Rieschweiler-Mühlbach: Netto-Markt nach sechsmonatiger Bauzeit eröffnet. Von Lothar Feldner

(lof) Mit der Eröffnung des Netto-Marktes am Ortseingang aus Richtung Dellfeld erhielt die Gemeinde Rieschweiler-Mühlbach sowohl ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk als auch ein nachträgliches Jubiläumspräsent, nachdem der Zusammenschluss von Rieschweiler und Höhmühlbach sich im Juni zum 50. Mal gejährt hatte. Was beim Spatenstich im Mai durch den Investor versprochen worden war, nämlich die Ermöglichung der diesjährigen Weihnachtseinkäufe im neuen Markt, das konnte tatsächlich umgesetzt werden.Der Markt bietet auf 760 Quadratmetern ein Sortiment von rund 5 000 Produkten an. Hinzu kommt im Eingangsbereich eine Filiale der Bäckerei Hartmuth aus Petersberg. Ausgangspunkt für das Projekt war laut Karatnik eine Idee der Firma Gwo aus Weinheim.

Es folgten viele Gespräche mit der Gemeindeführung und allen beteiligten Behörden, bis schließlich im September 2018 ein Bauantrag gestellt wurde. Vorausgegangen waren umfangreiche Planungsarbeiten durch das damit beauftragte Ingenieurbüro Wonka, Nünschweiler, sowie die Hochbau- und Parkplatz-Planung durch die Architektin Heike Navarro. Nach sechsmonatiger Bauzeit war das Gebäude samt 60 Parkplätzen fertiggestellt.

Detlev Mengler von der Immobilienfirma Gwo stellte zu Beginn seiner Rede heraus, dass die Politik sich in den letzten Jahren zunehmend bemühe, die Situation des ländlichen Raums, auch im Hinblick auf die Versorgung, zu verbessern. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den gewählten Slogan „Aufs Land kommt es an – Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz“. Die Realisierung ging nur, weil die politischen Rahmenbedingungen dies ermöglichten, so auch in Rieschweiler-Mühlbach, vor allem in der Person des ehemaligen Ortsbürgermeisters Heino Schuck, der auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Auftrag des Gemeinderats die Zusammenarbeit weiterhin koordinierte.



Der Markteröffnung solle aber noch ein zweiter Schritt folgen, nämlich die Einrichtung eines Bürger-Fahrdienstes durch ein Gemeindefahrzeug. Das Projekt solle auf ehrenamtlicher Basis laufen. Ein entsprechender Zuschussantrag ans Land sei gestellt. Als Investor sage er ebenfalls Mittel in Höhe von 20 000 Euro für dieses Vorhaben zu.

Ortsbürgermeister Peter Roschy sprach hinsichtlich der neuen Errungenschaft von einer „Bereicherung und Aufwertung“ der Gemeinde. Mit dem Markt werde die „Grundversorgung abgerundet“. Jeder Bürger hätte nunmehr die Möglichkeit, sämtliche Einkäufe der Grundversorgung vor Ort zu erledigen. Für die Gemeinde, aber auch die Investorfirma sowie Netto habe sich eine Win-Win-Situation ergeben. Roschy rief dazu auf, diese Gelegenheit auch zu nutzen.

Verbandsbürgermeister Thomas Peifer stellte heraus, dass seine Verwaltung das Marktprojekt von Anfang an unterstützend begleitete. Dabei habe man die Verbindungen zu den verschiedensten Behörden genutzt. Mit dem neuen Markt sei die Verbandsgemeinde aufgewertet worden. Für die Einrichtung des Bürgermobils sagte er seine Hilfe zu.