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Solarenergie bringt Kohle

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Wallhalben. Foto: cos
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Wallhalben. Foto: cos FOTO: cos
Wallhalben. Mit den vier Photovoltaikanlagen, die größte auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Wallhalben, schreiben die Energiebetriebe als Anstalt des öffentlichen Rechts ein kleines Plus. Norbert Schwarz

Er ist nicht viel, aber unterm Strich bleibt ein Gewinn für die vier Photovoltaikanlagen, die die als "Anstalt des öffentlichen Rechts" gebildeten Energiebetriebe Wallhalben auf den Feuerwehrgerätehäusern von Saalstadt und Obernheim-Kirchenarnbach sowie der dortigen Grundschule und dem Verwaltungsgebäude betreibt. Für den kommenden Doppelhaushalt wird ebenfalls ein Plus von rund 500 Euro erwartet, wie der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Verbandsbürgermeister Thomas Peifer, in der Sitzung darlegte.

Es habe sich alles gut eingependelt, alles laufe nach Plan, so der stellvertretende Werkleiter Steffen Martin, der den Mitgliedern des Verwaltungsrates den Wirtschaftsplan für die beiden kommenden Jahre erläuterte. Für das dem Ende zugehende Wirtschaftsjahr werde ebenso ein Plus erwartet,, so Martin. Investitionen werden kurzfristig nicht vorgenommen. Wegen der Nutzung von Windkraft war die Anstalt als "Energiebetriebe Wallhalben " gegründet worden, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. 80 000 Euro hat die Anstalt derzeit in der Kasse, das zunächst von den Kanalwerken Wallhalben gewährte Darlehen wurde inzwischen bei der Kreissparkasse Südwestpfalz aufgenommen. Die Kanalwerke beanspruchten für sich die Mittel. Das Darlehen hat derzeit einen Stand von rund 160 000 Euro. Zum Jahresende sollen es noch etwa 135 000 Euro sein. Die Anlage wird linear abgeschrieben und bis zum Jahr 2033 müssen die erforderlichen Gelder für einen möglichen Rückbau angesammelt sein. Die Kommunalaufsicht hat darauf ein wachsames Auge. Wie Martin erklärte, bedeute das aber nicht, dass die Anlage nicht über diesen Zeitpunkt hinaus ins Netz eingebunden ist und Energie produzieren kann.

Bisher prüfte der Rechnungs- und Prüfungsausschuss der Verbandsgemeinde die Jahresrechnung. Weil aber gegenüber dem Finanzamt eine Erklärungspflicht besteht, ist man nicht flexibel genug. Deshalb wird künftig der Verwaltungsrat die Jahresrechnung prüfen. Thomas Peifer erinnerte daran, dass die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) sehr eigenständig sei. Anderseits auch das Wirtschaftsprüfungsbüro der Verbandsgemeindewerke in die Überwachung mit eingebunden werde. Von Steuerzahlungen ist die Anstalt befreit und das wird wohl solange der Fall sein, bis einmal die Windenergie noch hinzukommt. Die Stromliefervereinbarungen sind schriftlich fixiert. Der gewonnene Strom wird selbst genutzt und nur was überschüssig erzeugt wird, geht ins Netz.