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Forstwirtschaftsplan im Gemeinderat
„Schwarze Null“ für Krähenberger Wald

 Für den Krähenberger Gemeindewald gab es jetzt zum neuen Forsteinrichtungswerk gute Note. Das Foto zeigt die Holzversteigerung.
Für den Krähenberger Gemeindewald gab es jetzt zum neuen Forsteinrichtungswerk gute Note. Das Foto zeigt die Holzversteigerung. FOTO: Norbert Schwarz
Krähenberg. Das Forstamt schätzt den Holzvorrat auf ins gesamt 35 000 Festmeter. Von Norbert Schwarz

600 Festmeter Holz sollen im Krähenberger Gemeindewald kommendes Jahr eingeschlagen werden. Für den Wald gab es zudem Bestnoten. Theodor Ringeisen, Leiter des Forstamtes Westrich, bestätigte einen ökologisch gut aufgestellten Waldbezirk mit einem besonders hohen Holzvorrat. Ringeisen: „Ich schätze diesen auf insgesamt 35 000 Festmeter.“

Dabei hat der Borkenkäfer den Krähenberger Fichtenbestand keineswegs verschont. Deshalb wird nur tatsächlich vom Schädling befallenes Holz gefällt. Zum Einschlag beim vorgesehenen Fichtenbestand in Höhe von 120 Festmetern wird es nur dann kommen, wenn die Wirtschaftslage auf dem Holzmarkt sich wieder stabilisiert hat. „Allein um die Fixkosten zu decken, müssen wir die Bäume nicht fällen, soweit sie nicht vom Käfer befallen sind“, führt der verantwortliche Revierförster Hermann Gries aus und zeichnete nochmals die gegenwärtige Marktsituation nach. Durch den enormen Borkenkäferbefall, hauptsächlich im nördlichen Landesteil, der Eifel, dem Hunsrück und Westerwald, seien die Preise für Fichtenholz total in den Keller gerutscht. Die Buchen dagegen verkaufen sich weiterhin gut und stellen mit 300 Festmetern das Hauptkontingent des kommenden Holzeinschlages im Krähenberger Wald dar.

Im Herrenwald und dem Hasseler Wald sollen die Bäume gefällt werden. Für den Distrikt „An der Steig“ ist ein Einschlag von 100 Festmetern geplant. Mit dem Fällen von Kiefern und Lärchen wird der vorgesehen Holzeinschlag insgesamt abgerundet. In diesem Jahr ist beim Forstetat von Hermann Gries die „schwarze Null“ anvisiert, die auch erreicht werden kann. so der Verantwortliche. Ortsbürgermeister Thomas Martin erinnerte, dass der Gemeindewald schon gute Erträge für den Haushalt insgesamt abgeworfen habe. Allein im Vorjahr konnte unterm Strich ein Plus von 21 638 Euro erwirtschaftet werden.



Das kommende Forsteinrichtungswerk beleuchtete der Leiter des Forstamtes Westrich näher und sprach dabei von einer Inventur im Gemeindewald. Was den Buchenbestand angehe, so verfüge die Ortschaft über einen sehr alten Waldanteil. Die Ratsmitglieder müssten sich deshalb in absehbarer Zeit darüber im Klaren sein, ob eine Holzernte erfolgt oder aus ökologischer Sicht die Bäume weiter stehen bleiben sollen. Ringeisen: „Wenn die Buchen im Kern rot werden, dann sind sie nicht mehr so wertvoll und das drückt den Preis.“

Das neue Forsteinrichtungswerk soll gleichfalls wieder für einen zehnjährigen Zeitraum seine Gültigkeit haben. Derweil der Krähenberger Wald noch weitgehend gesund dastehe, gebe es bundesweit eine Kahlfläche von 200 000 Hektar.