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Ortsgemeinderat Schmitshausen
„Schwarze Null“ für den Gemeindewald

 Auf ihren Gemeindewald sind die Schmitshauser allesamt stolz. Mit heimischem Holz wird auch „gewerkelt“. Als es beispielsweise darum ging, für einen Waldbrunnen einen Rinnenzulauf zu schaffen, ist dieser aus Holz (wir berichteten) hergestellt worden.
Auf ihren Gemeindewald sind die Schmitshauser allesamt stolz. Mit heimischem Holz wird auch „gewerkelt“. Als es beispielsweise darum ging, für einen Waldbrunnen einen Rinnenzulauf zu schaffen, ist dieser aus Holz (wir berichteten) hergestellt worden. FOTO: nos / Norbert Schwarz
Schmitshausen. Die Schmitshauser Räte haben sich auf einen zurückhaltenden Einschlag ausgesprochen. Von Norbert Schwarz

Das Kleinod Gemeindewald wissen die Schmitshauser, allen voran Ortsbürgermeister Markus Schieler und die Ratsmitglieder, zu schätzen. 106 Hektar groß ist der Waldbesitz, die reine Waldfläche beträgt 100 Hektar. 666 Festmeter Holz könnte die Ortsgemeinde jährlich einschlagen und verkaufen, ohne damit dem Wald in seiner Substanz zu schaden, denn es wächst ausreichend Holz nach. Doch mit dem jährlichen „Hiebsatz“ gehen die Verantwortlichen sparsam um. 437 Festmeter stehen dieses Jahr zur Disposition. Der Holzvorrat wird auf 28 000 Festmeter geschätzt, so ist im neuen Forsteinrichtungswerk nachzulesen.

Der Schmitshauser Gemeindewald hat die passende Durchmischung an Laub- und Nadelhölzern. Deshalb kommt es auch zu weniger Schäden als andernorts, wo Monokulturen bei Fichten oder auch Kiefern durch den Borkenkäfer reichlich dezimiert werden. Zu diesem Ergebnis kam der Leiter des Forstamtes Westrich, Theodor Ringeisen, der in der Sitzung des neue Forsteinrichtungswerk näher erläuterte.

Es ist nicht nur für einen längeren Zeitraum (in der Regel ein Jahrzehnt) eine Bestandsaufnahme in Sachen Gemeindewald, mit dem Forsteinrichtungswerk wird auch den verantwortlichen Revierförstern ein Leitfaden für die Bewirtschaftung an die Hand gegeben. So ist neben vielen Details auch der erwähnte Holzvorrat insgesamt verzeichnet. Pro Hektar, so haben die Waldfachleute bei ihrer speziellen Begutachtung des Gemeindewaldes Schmitshausen ermittelt, wachsen jährlich 7,6 Festmeter Nutzungsholz nach. Die ältesten im Waldgebiet stehenden Bäume sind Eichen. Die Fichtenbestände haben ein Durchschnittsalter von 40 bis 60 Jahren.



Derweil der Borkenkäfer den Bäumen als Schädling zusetzt und damit den waldbesitzenden Gemeinden erheblichen Schaden zufügt, ist das beim Eichenprozessionsspinner nicht der Fall. Dieser schädigt nicht die Bäume, sondern die Brennhaare des Schädlings können den Mensch in jedem Alter körperliche Schäden zufügen. Deshalb sei es immer wieder notwendig in räumlichen Abständen die einzelnen Walddistrikte auf den Schädling Eichenprozessionsspinner hin zu untersuchen. „Dann müssen befallene Gebiete gesperrt werden, damit Waldbesucher nicht zu Schaden kommen können“, stellte der Forstamtsleiter fest

Den Forstwirtschaftsplan für das laufende Jahr erläuterte der verantwortliche Revierbeamte, Förster Hermann Gries aus dem benachbarten Knopp-Labach. In den Holzverkauf kommen rund 437 Festmeter Holz. Dem Ertrag aus der Holzernte in Höhe von 27 074 Euro stehen an Aufwand 26 910 Euro gegenüber. Gries machte auf die gegenwärtige Situation am Holzmarkt aufmerksam. Für Fichtenholz, für das noch vor nicht allzu langer Zeit beste Preise gezahlt worden seien, stehe nunmehr aufgrund des vielfachen Angebotes durch Kahlhiebe in bekannten Waldgebieten wie der Eifel ein Überangebot gegenüber, das erheblich den Holzpreis beim Fichtenholz drückte. Im Eichenbestand sollen 50 Festmeter, bei den Buchen 250 Festmeter und Fichten 150 Festmeter eingeschlagen werden. Dazu noch 50 Festmeter an Douglasien und bei den Lärchen 30 Festmeter. Vorerst wird mit einem geringen, positiven Jahresergebnis, der „schwarzen Null“ in Höhe von 164 Euro, gerechnet. Forsteinrichtungswerk und Forstwirtschaftsplan wurden einstimmig angenommen.

Die Jahresrechnung 2017 hatte der Rechnungsprüfungsausschuss geprüft, Ortsbürgermeister Markus Schieler und den Ortsbeigeordneten wie dem Bürgermeister der Verbandsgmeinde und den dortigen Beigeordneten wurde Entlastung erteilt

Wie Ortsbürgermeister Markus Schieler berichtete, soll auf die Erneuerung der Spielplätze auch in diesem Jahr ein ganz besonderes Augenmerk gelegt werden. Bereits in der Vergangenheit hätten sich für die Arbeiten zahlreiche Helfer ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Schieler rechnet damit, dass das auch bei kommenden Arbeit der Fall sein wird.