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Mühlenerlebnistage
Schlechtes Wetter hält Besucher ab

 Märchenerzähler Franz Speicher (vorn rechts) leitete eine Wandergruppe durch die idyllische Landschaft bei der Kneispermühle.
Märchenerzähler Franz Speicher (vorn rechts) leitete eine Wandergruppe durch die idyllische Landschaft bei der Kneispermühle. FOTO: Norbert Schwarz
Thaleischweiler-Wallhalben. Die Organisatoren der Mühlentage waren unterm Strich dennoch zufrieden. Von Norbert Schwarz

(cos) Die Faszination für die Mühlentage im Pfälzer Mühlenland mit dem Wallhalbtal als zentraler Veranstaltungsstätte bleibt. Daran mochten auch die wenig einladenden Temperaturen nichts ändern, die den Organisatoren der Mühlentage einen gehörigen Strich durch die Rechnung machten. „Für das Wetter können wir leider nichts, das spielte diesmal nicht mit. Doch unterm Strich sind wir keineswegs unzufrieden“, stellte Beate Hartmann von der Kneispermühle rückblickend gestern fest.

Wanderführerin Hiltrud Woll aus Obernheim-Kirchenarnbach brachte den vielen Zuhörern beim Rundgang Wissenswertes näher und wusste dabei schon am Ausgangspunkt zum geschichtlichen Rundgang durch die einstige Marktgemeinde mit mancher Überraschung aufzuwarten, denn auf den Grundfesten der früheren Katzenmühle ist die heutige Landgrafenmühle geschaffen worden. Die Wetterkapriolen im Mai zeichneten sich dann allerdings bereits am Samstag ab, als der ökumenische Gottesdienst mit Pfarrerin Ulrike Höflich aus Rieschweiler-Mühlbach und Diakon Steffen Dully aus Reifenberg nicht wie ursprünglich geplant im Freien stattfand, sondern wegen der Regenschauer ins Scheuneninnern bei der Kneispermühle verlegt werden musste. Mehr als 50 Besucher feierten den Gottesdienst mit.

Für Beate Hartmann sollte der Mühlenmarkt am Sonntag dann wieder zu einem großen Ereignis werden. Die Weichen jedenfalls waren gestellt. Doch noch ehe sich das Scheunentor für die Besucher öffnete trafen die ersten Hiobsbotschaften ein. „Nacheinander sagten uns drei Händler ab, die Witterung ist ihnen einfach zu schlecht gewesen. Das war natürlich für uns eine Enttäuschung, doch wir konnten daran nichts ändern“, berichtet Hartmann. Zu denen, die standhaft blieben, zählte Jonas Siegler aus Wallhalben mit seinen Kunstwerken aus Holz. Gedränge ums seine kleinen und großen Kunstschätze, die Siegler mit großer, künstlerischer Handfertigkeit herstellt, herrschte allerdings selten.



Wie in den vorausgegangen Jahren verpassten die vielen Helferhände auch diesmal der alten Mühlenscheune ein sehr dekoratives Outfit als rustikalem Verkaufsplatz mit Lichterketten, alten Wagenrädern an den Wänden und viel passendem Beiwerk. „Herrlich“, stellte Erika Schäfer aus Käshofen fest, die zu den treuen Besuchern der Mühlentage zählt und die Marktbeschicker lobte, die den Witterungserschwernissen die Stirn boten.

Zu ihnen zählten auch die Musiker der Schwarzbachtaler Blasmusik, die um die Mittagszeit unter den alten Kastanienbäumen zur Unterhaltung aufspielten. „Dass had schon gebizzelt“, meinte Peifer, der selbst zu den Musizierenden zählte und mit flotter Marschmusik und entsprechenden Liedfolgen zusammen mit den übrigen Ensemblemitgliedern für einen willkommenen Beitrag sorgte.