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Ortsgemeinderat
Rieschweiler-Mühlbach: Netto-Markt kommt

Ortsbürgermeister Heino Schuck
Ortsbürgermeister Heino Schuck FOTO: nos / Norbert Schwarz
Rieschweiler-Mühlbach. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Bebauungsplan verabschiedet.

Im Gemeinderat ist es am Mittwochabend um die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den geplanten Einkaufsmarkt gegangen. Dabei haben Hans Weber von der ausführenden Immobilienbaufirma und Planer Horst Wonka die Details erklärt. Entstehen soll am Ortseingang von Dellfeld kommend ein Netto-Markt.Wie Weber erläuterte, war eigentlich ein Vollsortiment-Supermarkt von Edeka geplant. Doch weil Rieschweiler weder über 3000 Einwohner hat, noch eine Zentrumsfunktion erfüllt, sei Edeka abgesprungen. Deshalb sei er froh, dass man mit Netto nun einen Discounter gewann, der über 4000 bis 5000 Artikel im Sortiment verfügt. „Andere Discounter haben in der Regeln knapp unter 2000“, so Weber. Damit sei eine breite Auswahl gewährleistet. Zudem sei eine Bäckerei im Gebäude untergebracht, und eine Bestuhlung, sodass die Bäckerei auch als Treff für die Bürger dienen könne.

Wonka erklärte, dass man nun eine Bauleitplanung samt Flächennutzungsplan erstellen müsse, da die Fläche derzeit noch Ackerland sei. Das ist laut Wonka Aufgabe der Verbandsgemeinde. Hat diese den Flächennutzungsplan aufgestellt, muss die Gemeinde den Bebauungsplan beschließen. Wonka schätzte, dass dies mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen wird, da auch noch ein Beteiligungsverfahren dazugehört. „So etwas kann auch bis zu eineinhalb Jahre dauern, aber meiner Meinung nach spricht nichts dafür, dass es hier solange dauert.“

Ein Bürger aus dem Zuschauerraum monierte, dass im Zusammenhang mit dem Supermarkt „alles geheim gehalten werde“. Diesen Vorwurf wollte Ortsbürgermeister Heino Schuck nicht auf sich sitzen lassen. „Wir informieren doch heute in öffentlicher Sitzung darüber und Sie sind freiwillig hier und dürfen sogar Fragen stellen. Die Presse ist hier und berichtet – nicht zum ersten mal – darüber. Ich sehe nicht, was daran geheim sein soll“, sagte Schuck verärgert.



Der dünn besetzte Rat stimmte einstimmig dafür, die entsprechenden Schritte einzuleiten. Wann der Markt letztendlich eröffnen kann, ist noch nicht bekannt.

Der Kindergarten Kuckucksnest bekommt für rund 5000 Euro ein neues Spielhaus. Die drei bestehenden Häuser waren aufgrund ihres Alters morsch und nicht mehr sicher genug.

Die Gemeinde muss bis zum 30. Juni drei Schöffen zur Wahl vorschlagen. Die SPD schlug Daniela Stauch, die bei den Jusos sehr aktiv ist, vor. Die CDU schlug Thomas Latzko vor. Die FWG-Fraktion hatte keinen Vorschlag parat, das sei wohl untergegangen. Sie versprach Schuck, rechtzeitig einen Kandidaten zu nennen. CDU und SPD waren damit einverstanden, der FWG soviel Vertrauen entgegen zu bringen, dass sie der Liste bereits jetzt zustimmten, damit alle Fristen gewahrt bleiben.

Bei sommerlichen Temperaturen wirkte es zwar etwas bizarr, aber es wurde auch über die Weihnachtsbeleuchtung diskutiert. Wie Schuck mitteilte, seien die Glühbirnen an der alten Beleuchtung teils defekt und der Vorrat an Glühbirnen aufgebraucht. „Neue zu beschaffen ist schwer möglich und sehr teuer“, so der Ortschef. Deshalb zeigte er einige Ideen, basierend auf LED-Lichtern, für eine Neuanschaffung. Grundsätzlich hielt der Rat dies für sinnvoll, will aber noch andere Angebote einholen. „Dann müssen wir das nach den Ferien aber auch zügig entscheiden, damit die neuen Leuchten rechtzeitig da sind“, so Schuck unter breiter Zustimmung seiner Ratsmitglieder.