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Endlich wieder mit Straußjugend
Bei der Rieschweiler Kerwe lebt altes Brauchtum auf

Geschafft! Zur Kerb in Rieschweiler gab es wieder Straußmädels und Straußbuben. Darüber freute sich Ortsbürgermeister Heino Schuck (2. von rechts).
Geschafft! Zur Kerb in Rieschweiler gab es wieder Straußmädels und Straußbuben. Darüber freute sich Ortsbürgermeister Heino Schuck (2. von rechts). FOTO: Norbert Schwarz
Rieschweiler-Mühlbach. Ortsbürgermeister Heino Schuck war einer, der sich über die Kerwetage in Rieschweiler-Mühlbach am meisten freute. Die Kerb im Ortsteil Rieschweiler konnte dieses Jahr endlich wieder mit Straußmädels, Straußbuben und einem bunten Kerwestrauß gefeiert werden. Von Norbert Schwarz

Vier Staußmädels und zehn Straußbuben haben sich dieses Jahr endlich dazu durchgerungen, das alte Brauchtum mit dem Kerwestrauß und der Kerwerede auch in der Schwarzbachtal-Ortschaft wieder aufleben zu lassen. „Das freut uns alle natürlich ganz ungemein“, stellte Schuck beim Anstich des Freibierfasses fest. Dieses hatten die Angelsportler des Ortes extra spendiert. Und wie schon seit Jahren Brauch, wurde es am Samstag bei „Dieter´s Bierstubb“ ausgeschenkt.

Den Dienst am Zapfhahn übernahmen die Straußbuben höchstpersönlich. Seit Jahren schon bemüht sich der Ortsbürgermeister um die Wiederbelebung des alten Brauchtums. Dass es endlich gelang, ist insbesondere Eva und Celina Fricker zu verdanken, die zusammen mit den Straußmädels Maria und Aimée die Triebfedern waren, räumten die Straußbuben beim Freibier-Umtrunk unumwunden ein. In der Clique kennt man sich und die Jungs, so deren Bekenntnis, hätten zwar schon öfter davon gesprochen doch mal wieder als Straußbuben die Kerwe zu feiern. Das sei aber erst mit den Mädchen gelungen und zu einer tollen Sache geworden. 6000 bunte Bändchen wurden an den aus dem Winterbacher Wald stammenden Kerwestrauß „geknibbelt“ und vor großer Zuhörerschar wurde dann auch am Sonntag im SGR-Sportheim stolz vermeldet: „Ihr liebe Leid un Kerwegäschd, dies Johr is des unser Feschd. Die letschd Kerweredd is schunn paar Johr her, seitdem gabs ach ken Straußbuwe mehr. Die Dorfkinna die gibts schun lang doch de Kreis ist heit dran…“. Doch das war nicht der einzige Punkt der Rede, welcher für viel Gelächter sorgte.