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RFV Weselberg
Berg- und Talfahrt durch Wälder, über Wiesen und Stoppeläcker

Weselberg. (cvw) „Wir rechnen zu unserer Verbandsschleppjagd mit noch mehr Reitern, als sonst“, geht Karl Kessler, Vorsitzender des RFV Weselberg, von einem Startfeld um die 60 bis 70 Pferde aus. Der kleine, doch hoch engagierte Verein ist einer der wenigen in der weiten Region, der die Tradition des Jagdreitens hinter der Hundemeute aufrecht erhält.

Jedes Jahr geht es Anfang September im klassischen Jagdoutfit durch das herrliche Gelände rund um Weselberg.

Seit einer guten Woche wird auf dem Reitplatz am Rande von Weselberg und auf den Feldwegen der weiten Umgebung bereits fleißig gearbeitet: Hecken gestutzt, Rasen gepflegt, Löcher geebnet, damit für die Verbands-Reitjagd am Sonntag, 8. September, alles picobello gerüstet ist.

Rund zehn Helfer des Vereins sind damit beschäftigt, die Strecke mit rund 25 jagdgerechten Hindernissen bis zu einer maximalen Höhe von 90 Zentimetern zu bestücken, die jedes Jahr aufs Neue gebaut und platziert werden müssen.



Rund 20 Kilometer geht es unter Leitung von Feldführer Mario Rutz von Weselberg im Aufgalopp nach Hermersberg, zum Riegelsbergerhof, durchs Fuchstal Richtung Weihermühle, wo die große Rast stattfindet und von dort über das Schauertal und den Wahlenkopf zurück zum Ausgangsort. Hier werden am Holzfeuer die Brüche an die Reiter und das Currée als Dank an die Hunde der Rheinland-Meute verteilt. „Master of Hounds“, Ralf Siegel, und seine jagderprobten Hunde gehören fest zum Inventar der Weselberger Jagd. Die Jagdherrschaft übernimmt zu diesem besonderen Anlass in diesem Jahr niemand geringerer als die Präsidentin des Pferdesportverbands, Brigitte Seidler, die auch selbst als Zuschauerin vor Ort sein wird.

Begleitet werden die Reiter vom Bläserkorps Sickingerhöhe, das bereits am Vorabend um 19 Uhr zur Hubertusmesse in die Weselberger Kirche einlädt. In Anschluss daran sowie zum Ausklang nach der Jagd treffen sich alle auf dem Kesslerschen Anwesen gleich gegenüber zu einem feucht-fröhlichen Abend.

Die Strecke ist übersichtlich und Traktoren mit Anhängern fahren die Schaulustigen zu den besten Aussichtspunkten auf die acht bis zehn Schleppen.

Die Weselberger Jagdstrecke ist als besonders abwechslungsreich bekannt, führt sie doch in Berg- und Talfahrt durch Wälder, über Wiesen und Stoppeläcker. Da die Hindernisse alle in einem zweiten Feld auf einer verkürzter Strecke leicht umritten werden können, eignet sich die Verbandsschleppjagd sowohl für „alte Hasen“ ebenso wie für Neu-Einsteiger.

Auch die Bevölkerung ist herzlich eingeladen zuzuschauen und mit zu feiern – am Sonntag und bereits am Samstagabend im Kesslerschen Festzelt. „Wir rechnen mit so gutem Zuspruch an Zuschauern wie immer“, hoffen die Gastgeber. Das Bügelgeld beträgt 25 Euro, für Jugendliche bis 16 Jahre 15 Euro.

Infos und Anmeldung bei Karl Kessler (0151) 11 670 212. www.pferdesportverband-pfalz.de

(cvw)