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Reit- und Fahrverein Weselberg
Wettkampf mit Spaß unter blauem Himmel

 Sarah Skuba und Katharina Schunck beobachten, wie Celina Schneider mit Naomi den Trailparcours im Rahmen der Orienteirungsritts beim RFV Weselberg meistert.
Sarah Skuba und Katharina Schunck beobachten, wie Celina Schneider mit Naomi den Trailparcours im Rahmen der Orienteirungsritts beim RFV Weselberg meistert. FOTO: Cordula von Waldow
Weselberg. Der RFV Weselberg veranstaltet am 1. Mai einen Orientierungsritt. 56 Reiter aus einem Umkreis von gut 100 Kilometern nahmen teil. Dabei waren nicht nur Geschicklichkeit und Ausdauer gefragt. Von Cordula von Waldow

Besser hätte sich das Wetter am 1. Mai niemand malen können: Sonnig und angenehme Temperaturen, jedoch nicht zu heiß für Pferd und Reiter. 56 Reiter aus einem Umkreis von gut 100 Kilometern genossen bei Traumwetter den fünften Orientierungsritt, den Sabine Schmitt und ihr Team für den RFV Weselberg organisiert hatten. Die letzten der 25 Teams starteten, als die ersten nach vier Stunden, 17 Kilometern, Spiel- und Fragerunden und herrlichen Naturerlebnissen wieder an den Weselberger Reitplatz zurückkehrten.

Hier gab es noch eine letzte, kniffelige Aufgabe zu lösen: Während ein Reiter in Trab, Galopp oder Tölt zwei Runden um den Reitplatz drehte, musste ein anderer, das Pferd am Strick oder Zügel, aus Streichhölzern Türme errichten: zwei längs, zwei quer übereinander. „Ziel ist natürlich, möglichst langsam zu reiten, damit mehr Zeit zum Bauen bleibt“, erklärte die Organisatorin. Die 15-jährige Lilly Spitzer aus Donsieders schaffte 46 Hölzchen, während ihre Tante, Stephanie Engel-Spitzer, mit ihrer Schwarzwälder Stute Fine im „gechillten Schlaftrab“ den Platz umrundete. Das Quartett mit Schwester Lulu und Freundin Hannah wurde Achte. „Wir haben uns einmal verritten“, lachte Stephanie Engel-Spitzer.

Auf dem Weg zum Hauptstop bei Familie Kattler in Schauerberg kamen den vier Schwarzwäldern die Vorgänger auf dem Weiterritt entgegen. So fehlte neben einem der Wörter aus Buchstabensalat unter anderem auch ein goldenes Hufeisen, das an der Strecke aufgehängt war.



Dafür war der spannende Trailparcours auf dem herrlichen Kattlerschen Panorama-Reitplatz kein großes Thema. Dirk Schunk und Nathalie Kattler, unterstützt von ihren Söhnen Nick (9) und Ben (12), hatten alles gegeben, um Reiter und Pferde vor anspruchsvolle, jedoch lösbare Aufgaben zu stellen. Wer nicht reiten wollte oder konnte, durfte gegen Punktverlust sein Pferd auch führen. Die meisten Teilnehmer meisterten die zehn Aufgaben aus dem Sattel heraus und innerhalb der erlaubten Zeit von vier Minuten, viele deutlich schneller.

Trabstangen, Wasser in einen Becher einschenken, mit dem vollen Becher einen Hütchenslalom hin und zurück reiten, Becher wieder abstellen, eine silberfarbene Plane überqueren, vorwärts und rückwärts ein Stangen-L durchreiten (für manche die größte Herausforderung), eine Fahne von einem Hütchen ins nächste bringen, eine Luftballongasse durchqueren, Pylone von einem Zaunpfosten auf den nächsten umsetzen, eine Gasse mit leeren Plastikflaschen durchreiten und eine am Boden liegende Holzbrücke überqueren.

Punktbeste waren hier Jan Pfannschmidt und Katrin Antes vom RFV Heidelsburg in Waldfischbach-Burgalben, gefolgt von Dana Welter und Luisa Hinkel. Zu deren Freude reichte der Vorsprung von Jan Pfannschmidt im Trail nicht für den Sieg, sodass der Wanderpokal zum dritten mal in Folge nach Rodalben zu Dana und Luisa ging. Außerdem eroberten Andrea Schulte und Konstanze Kraft das Siegertreppchen.

Auch, wenn jeder so gut wie möglich abschneiden wollte, ging es den begeisterten Teilnehmern vor allem um den Spaß an der Freude, gemeinsam mit ihren Pferden und Gleichgesinnten und das wunderschöne Reiterlebnis bei dem tollen Wetter. Besonders gelobt wurden neben der ausgezeichneten Organisation und der leckeren Bewirtung durch den Reit- und Fahrverein Weselberg das Panorama und die schönen Galoppstrecken. „Manche Gruppen haben es sogar oder trotzdem geschafft, die beiden goldene Hufeisen zu finden“, freute sich eine müde, jedoch zufriedene Sabine Schmitt am Abend. Die Reiter verabschiedeten sich dankend für den herrlichen Tag und einstimmig mit einem „Tschüss, bis nächstes Jahr zum Orientierungsritt in Weselberg am 1. Mai“.