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Anschaffungen für Spielplätze
Ratsmehrheit verweigert Zustimmung

 Im Mai, kurz vor den Kommunalwahlen, wurden die beiden Spielplätze in der Garten- und Lerchenstraße in Wallhalben ihrer Bestimmung übergeben.  Dennoch, im Rat gab es jetzt Zoff um die nachträgliche Zustimmung für die Anschaffung von Bänken und Mülleimern.
Im Mai, kurz vor den Kommunalwahlen, wurden die beiden Spielplätze in der Garten- und Lerchenstraße in Wallhalben ihrer Bestimmung übergeben. Dennoch, im Rat gab es jetzt Zoff um die nachträgliche Zustimmung für die Anschaffung von Bänken und Mülleimern. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. (cos) Die Wallhalber CDU-Fraktion fühlt sich, wie es Tobias Dressler und Peter Sprengart ausdrücken, nachträglich vom früheren Ortsbürgermeister mit einem Ring in der Nase durch die Manege geführt. Von Norbert Schwarz

Bei der Abstimmung in der Ratssitzung am Mittwochabend zum Punkt Nachträgliche Zustimmung über die Beschaffung von Kindersitzgruppen und Papierkörben für die beiden Kinderspielplätze im Ort, schlossen sich die beiden Ratsmitglieder aus der Wählergruppe Lauer dieser Meinung an. Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard hatte keine Chance zum gütlichen Brückenschlag. Auch die verbale Unterstützung von Hubert Scheerer (SPD) verpuffte. 

„Ich kann dem Gremium versichern, dass ich tunlichst darauf bedacht bin, Beschlüsse mit dem Tenor nachträgliche Zustimmung auf keinen Fall fassen zu lassen. Deshalb sollten wir mit einer einmütigen Zustimmung die Kuh nunmehr vom Eis bringen.“ Es waren fast schon beschwörende Worte der Ortsbürgermeisterin, die ein zweites Mal in dieser Sache im Rat aktiv werden musste und eine nachträgliche Zustimmung für die erworbenen  und bezahlten  Gebrauchsgegenstände hatte haben wollen. Allerdings, es war auch im zweiten Anlauf ein erfolgloses Unterfangen. Wobei  sie in der Sache selbst auch Schützenhilfe von Hubert Scheerer aus der SPD bekam. Dieser erinnerte die Räte nochmals daran, in welchem desolaten, wenig kinderfreundlichen Zustand sich die Spielplätze befunden hatten und dass sie sich nunmehr, durch etliche 100 Stunden an freiwilliger Arbeitsleistung, wieder in einem präsentablen Zustand befänden.

Dass es bei den beiden Spielplätzen in der Garten- und Lerchenstraße nur durch erhebliche Spendenzuwendungen überhaupt möglich gewesen ist, stabile, dauerhaft wetterfeste und  kindgerechte Spielgeräte anzukaufen, kam dabei auch zum Ausdruck. Allein das alles vermochte den Umstand nicht auszugleichen, dass der Amtsvorgänger von Christine Burkhard während seiner Amtszeit keinen expliziten Beschluss über den Ankauf  herbeigeführt hatte, wie ihn jetzt die Verbandsgemeindeverwaltung von der Ratsvorsitzenden fordert.



Da verpuffte auch deren gutgemeinter Hinweis, dass es eine Anerkennung aller Helfer sei, die sich mit ihrem vielfachen Arbeitseinsatz beispielgebend einzubringen wussten. „Da waren ganze Familien im Arbeitseinsatz, die Straußjugend hat geholfen, das alles sollten wir bedenken.“ „Es geht rein um die Sache und nicht um Emotionen“, sagte Tobias Dreßler (CDU) und Peter Sprengart (CDU), selbst Beamter bei der Verbandsgemeindekasse in Landstuhl stellte fest: „Das ist ein klarer Versicherungsfall“.  „Ich habe drei Wochen da oben gestanden und mitgearbeitet. Jeder der geholfen hat, weiß, wie es an einer Baustelle zugeht. Ich selbst war der Meinung als ich sah, wie das Ganze wuchs, da müssten noch ein paar Bänke  hin. Dass sich das jetzt alles so entwickelt, finde ich nicht gut“, merkte Karsten Peifer (FWG) an und wünschte sich auch für die Zukunft, mehr Helfer bei derartigen Projekten im Dorf“. Es geht um eine Zustimmung von 2400 Euro. Mit den Gegenstimmen von CDU und der Wählergruppe Lauer wurde die nachträgliche Zustimmung versagt.