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Rathaus wird zum Pflegestützpunkt

 Aus dem Rathaus in Maßweiler wird eine Pflegestation. Foto: cos
Aus dem Rathaus in Maßweiler wird eine Pflegestation. Foto: cos FOTO: cos
Maßweiler. Die Kosten beim Pflegestützpunkt in Maßweiler steigen erheblich. Statt der veranschlagten 137 000 Euro muss jetzt mit 204 500 Euro an Gesamtkosten gerechnet werden. Norbert Schwarz

Aus dem ehemaligen Rathaus in Maßweiler wird ein Pflegestützpunkt. Die Räume wird der Pflegedienst Heinz und Stephan anmieten, welcher seine Arbeit am 1. Juli 2016 aufnimmt. Umfangreiche Arbeitsvergaben hatte deshalb der Rat in seiner Sitzung am Freitag vorzunehmen. Zuvor jedoch wurde über die entstandenen Mehrkosten diskutiert, die inzwischen zu verzeichnen sind, wie Ortsbürgermeister Herbert Semmet einräumte.

Das Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde wird dann zum Rathaus. Das Rathaus nach seiner baulichen Umgestaltung Pflegestützpunkt für einen wirtschaftlichen Pflegedienst, der die Räume anmietet. Mit der Möglichkeit eines solchen Dienstes direkt vor Ort, sah nicht nur Semmet eine Steigerung des Wohnwertes bei einer immer älter werdenden Bevölkerung.

Eigenleistungsanteile von 40 000 Euro seien eingeplant gewesen, so Semmet in seinen Erläuterungen. Dass sich dies nicht realisieren ließ, hat nach Feststellung des Ortsbürgermeisters einen plausiblen Grund. Die Eigenleistung konnte nicht zeitlich auf den Punkt erbracht werden, wie das für den Fortgang der Bauarbeiten notwendig gewesen wäre. Hinzu seien Mehrkosten gekommen, die man so nicht habe vorhersehen können, etwa bei der notwendigen Herausnahme von altem Beton, was alleine eine Kostensteigerung von 21 000 Euro verursacht habe. Das Erneuern der gesamten Elektroinstallation wurde 11 000 Euro teurer. Um bessere Zuschnitte im Innern zu bekommen, musste eine tragende Wand herausgenommen werden, was um weitere 10 000 Euro die Kosten hochschnellen ließ.



Else Semmet als SPD-Fraktionssprecherin erinnerte an die frühzeitige Kritik ihrer Fraktion im Hinblick auf die Eigenleistungsanteile. Und weil grundsätzliche Informationen zur Auftragsvergabe fehlten, würde die SPD ihr deshalb nicht zustimmen. Zur Fertigstellung der Umbauarbeiten wurden Fliesenarbeiten an die Firma Gallo für insgesamt 5160 Euro vergeben. Die Firma Saurer Zweibrücken liefert die Türen für 3335 Euro . Für 5950 Euro wird das Unternehmen Mahla aus Pirmasens die Estricharbeiten ausführen. Den Türeneinbau, die Bodenbelags- und Fassadenarbeiten führt die Firma Knerr aus Pirmasens für15 290 Euro aus.