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Wegen Renovierung
Erste Open-Air-Trauung hinter Winterbacher Kirche

Winterbach. (cvw)  Mit der Hochzeit von Nadine und Daniel Klei feierte die Gemeinde Winterbach zugleich eine Premiere. Zum ersten Mal fand eine Open-Air-Trauung auf der Wiese hinter der Kirche statt. Die mehr als 70 Gästen aus der Dorfgemeinde und dem Rheinland, woher die Braut gebürtig stammt, genossen die Atmosphäre zwischen Bächlein und Kirchengebäude, umgeben von Bäumen, trotz hochsommerlicher Temperaturen. Von Cordula von Waldow

Die Fußballer der SV Winterbach, dem das Brautpaar angehört, hatten die mit Schleier und Rosen wunderschön geschmückten Bänke aufgestellt. Stilecht, war der Altar für die „Bauernhochzeit“ aus Strohballen aufgebaut. Davor stand ein weißer, mit rosafarbenen Rosen geschmückter Rosenbogen. Darunter hatte Daniel Klein (25) seiner Nadine (26) vor einem Jahr seinen Heiratsantrag gemacht. „Trinken Sie! Genieren Sie sich nicht!“ forderte Pfarrer Tilo Brach die Festgäste im Namen des Brautpaars auf. Dies sei bei den „Sondertemperaturen“ von über 30 Grad ganz wichtig. Stilecht, führte der Brautvater seine Tochter von hinten über die Wiese durch die Bankreihen ihrem erwartungsvollen Ehemann zu. Die derzeitige Kirchenrenovierung hatte den Impuls zu der Open-Air-Premiere gegeben. Die Gemeinde machte aus der Not eine Tugend. Wird nicht gerade renoviert, sind die Kirchenbänke im Kirchenraum fixiert. „Wenn jemand Stühle oder Bierbänke stellt, ist das kein Thema“, ist Tilo Brach, der jedes Jahr beim Dorffest einen schon legendären Motorrad-Gottesdienst im Festzelt feiert, auch künftig offen für Freilandtrauungen in der besonderen Atmosphäre. Die Hochzeitsgesellschaft war durchweg begeistert.