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Nünschweiler Totschlagsprozess am Landgericht fortgesetzt

Nünschweiler/Zweibrücken. Der Prozess gegen den wegen Totschlags an seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau angeklagte Giovanni P. aus Nünschweiler (wir berichteten) ist nun vor der Ersten Strafkammer am Landgericht Zweibrücken fortgesetzt worden. Hans Hurth

Viele Zeugen hatte die Vorsitzende Richterin Susanne Thomas zuvor bereits vernommen. Am 18. Verhandlungstag versuchte das Gericht, die Straftat mit der Anhörung von Sachverständigen weiter aufzuklären.

Die Leiche der seit Pfingsten 2014 vermissten Mutter zweier Kinder wurde am 17. Juni in einem Waldstück bei Nünschweiler in einem Erdgrab entdeckt. Wenige Tage später wurde Giovanni P. wegen dringenden Tatverdachts verhaftet, nachdem er von einer Zeugin gesehen wurde, als er kurz nach dem Verschwinden seiner Ehefrau in einem Container am Nünschweiler Friedhof Kleider, darunter eine weiße Arbeitshose mit Blutflecken seiner Ehefrau, entsorgt hatte. Seit Prozessbeginn hüllt sich der Angeklagte in Schweigen.

So hatte das Gericht nun mehrere Sachverständige vom Landeskriminalamt Mainz geladen. Die Ergebnisse gleich von drei von ihm angefertigten Gutachten trug etwa ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes vor. Darunter auch die DNA-Analyse der Blutanhaftungen an der weißen Diensthose des Opfers, die er dem Angeklagten zuordnete, ebenso DNA-Spuren an einem untersuchten Arbeitshandschuh des Opfers. Keine "aussagbaren Ergebnisse" konnte der Wissenschaftlicher hinsichtlich der Altersbestimmung der Blutspuren machen.

Der Prozess wird am Freitag, 27. März, fortgesetzt.